Viele Menschen mit Haarausfall haben schon verschiedene teure Produkte aus der Apotheke ausprobiert, um die Haare wieder wachsen zu lassen. Zumeist können die verlorenen Haare nicht wieder nachwachsen. Es ist jedoch mitunter möglich, den Haarverlust zu stoppen.

Dafür müssen Sie nicht immer zu teuren Medikamenten greifen, da verschiedene pflanzliche Hausmittel wirksam sein können. Eine Haarmaske bei Haarausfall ist kein Wundermittel, doch kann sie dem Haarverlust entgegenwirken.

In Drogerien und Apotheken werden verschiedene Haarmasken angeboten, doch können Sie solche Masken auch selbst bereiten. Welche Mittel Sie verwenden, hängt von der Art Ihres Haarproblems ab. Eine Maske eignet sich auch, wenn die Kopfhaut gereizt oder die Haarstruktur geschädigt ist.

Was ist eine Haarmaske bei Haarausfall?

Eine Haarmaske ist mit einer Gesichtsmaske vergleichbar. So wie eine Gesichtsmaske zur Verbesserung des Hautbildes dient und die Haut mit Nährstoffen versorgt, kann eine Haarmaske

  • die Haarstruktur verbessern
  • eine juckende und gereizte Kopfhaut beruhigen
  • die Kopfhaut mit Nährstoffen versorgen
  • das Haarwachstum fördern.

Einem Haarverlust kann die Haarmaske nur indirekt entgegenwirken. Sind die Haarfollikel bereits abgestorben, so wie das bei einer androgenetischen Alopezie, dem erblich bedingten Haarausfall, der Fall ist, wachsen die Haare auch mit einer Haarmaske nicht wieder nach. Die Haarmaske ist zumeist reichhaltig an Nährstoffen. Sie wird auf die Haare und die Kopfhaut aufgetragen, muss eine Weile einwirken und wird dann ausgewaschen.

Was unterscheidet eine Haarmaske von einer Haarkur?

Beschäftigen Sie sich mit dem Thema Haarverlust, werden Sie bereits häufiger über den Begriff Haarkur gestolpert sein. Eine Haarkur ist nicht so reichhaltig wie eine Haarmaske. Sie ist dünnflüssiger und besteht häufig nur aus einem pflanzlichen Öl oder einer Spülung.

Die Haarkur wird meistens nach dem Haarewaschen in den Haaren verteilt und muss nur kurz einwirken, bevor sie wieder ausgespült wird. Eine Haarmaske wird ebenfalls nach dem Haarewaschen in den Haaren verteilt, doch muss sie deutlich länger einwirken.

Sie wird ausgewaschen, da sie zumeist fettreich ist und eine Trägersubstanz, beispielsweise Quark, enthält. Eine Haarkur oder eine Spülung wirkt nur oberflächlich auf der Kopfhaut und auf der Haaroberfläche, während eine Haarmaske bei Haarausfall tiefenwirksam ist und tiefer in die Kopfhaut einzieht.

Eine Haarmaske kann die Kopfhaut besser durchfeuchten und die Haarfollikel besser mit Nährstoffen versorgen. Da eine Haarmaske wirksamer als eine Haarkur ist, muss sie weniger häufig angewendet werden.

Welche Wirkung hat eine Haarmaske?

Eine Haarmaske bei Haarausfall versorgt Kopfhaut und Haarfollikel mit wertvollen Nährstoffen. Sie kann die Durchblutung der Kopfhaut fördern und die Haarfollikel kräftigen. Es ist jedoch nicht möglich, dass sie bei einer fortgeschrittenen androgenetischen Alopezie an Glatze, Stirnglatze oder Geheimratsecken die Haare wieder nachwachsen lässt.

Abhängig von den Inhaltsstoffen kann sie jedoch die noch intakten Haarfollikel zur Bildung neuer Haare aktivieren. Sie kann das Nachwachsen der Haare fördern, beispielsweise bei einem diffusen Haarverlust durch einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen.

Ihre Haare können wieder einen gesunden Glanz erhalten. Ist Ihre Kopfhaut gereizt und juckt sie stark, kann eine Haarmaske beruhigend wirken. Sie kann Schuppenbildung entgegenwirken und Rötungen abklingen lassen.

Bei welchen Formen von Haarverlust kann eine Haarmaske wirken?

Bei einem erblich bedingten Haarausfall ist eine Haarmaske nicht wirksam. Sie kann jedoch das Fortschreiten des Haarausfalls verhindern. Die androgenetische Alopezie wird durch eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen das Hormon DHT verursacht.

Möchten Sie das Fortschreiten der androgenetischen Alopezie stoppen, benötigen Sie eine Haarmaske mit Phytohormonen, die ähnlich wie Östrogen wirken. Eine Haarmaske bei Haarausfall können Sie bei einem diffusen oder kreisrunden Haarverlust anwenden, um das Nachwachsen der Haare zu fördern. Das gelingt nur, wenn die Haarfollikel noch intakt sind.

Bei einem vernarbenden Haarausfall lässt eine Haarmaske keine Haare mehr an den kahlen Stellen wachsen. Diese Form der Alopezie hat eine krankhafte Ursache, die vom Dermatologen festgestellt und behandelt werden muss.

Wie kann eine Haarmaske zubereitet werden?

Eine Haarmaske können Sie mit einfachen Mitteln selbst zubereiten. Als Grundsubstanzen eignen sich Honig, Eigelb, Quark oder Joghurt. Zusätzlich können Sie

  • Haferflocken für eine bessere Versorgung von Haaren und Kopfhaut mit Zink
  • Hirse zur Kräftigung der Haare und zur Linderung von Entzündungen
  • Grünen Tee zur Versorgung von Haaren und Kopfhaut mit Antioxidantien und Polyphenolen
  • Hopfen mit Phytohormonen, um das Fortschreiten einer androgenetischen Alopezie zu verzögern
  • Birkensaft oder Birkenblatt-Extrakt mit Flavonoiden, um das Nachwachsen der Haare anzuregen
  • Zwiebelsaft mit entzündungshemmender Wirkung verwenden.

Die verschiedenen natürlichen Produkte wie Hirse, Hopfen oder Haferflocken müssen gut zerkleinert werden, um ihre Wirkung besser zu entfalten. Geben Sie Zitronensaft zur Haarmaske, bekommt Ihr Haar einen schönen Glanz. Alle Zutaten für die Haarmaske werden gut verrührt.

Für eine Haarmaske bei Haarausfall können Sie auch verschiedene Öle wie Rizinusöl, Arganöl und Olivenöl miteinander vermischen. Diese Öle regen das Haarwachstum an, machen die Kopfhaut geschmeidig und verbessern die Haarstruktur.

Wie wird die Haarmaske angewendet?

Eine Haarmaske bei Haarausfall ist einfach anzuwenden. Nachdem Sie Ihre Haare gewaschen und ausgespült haben, tragen Sie die Maske auf Kopfhaut und Haare auf. Das Einwirken wird durch leichte Massage gefördert.

Wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf, kann die Maske besser in die Kopfhaut einwirken. Mindestens eine halbe Stunde lang warten Sie, bis Sie die Maske mit warmem Wasser und einem milden Shampoo auswaschen. Damit die Maske ihre Wirkung erzielt, sollten Sie sie einmal wöchentlich anwenden.

Fazit: Haarmaske wirkt indirekt gegen Haarverlust

Eine Haarmaske ist reichhaltig und versorgt Kopfhaut sowie Haarfollikel mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Sie kann an kahlen Stellen keine Haare mehr wachsen lassen, doch kann sie das Fortschreiten des Haarausfalls verzögern. Die Haarmaske verbessert die Haarstruktur und kann die Kopfhaut beruhigen. Wie die Haarmaske gegen Haarausfall tatsächlich wirkt, hängt davon ab, was Sie an Inhaltsstoffen verwenden.

Eine Haarmaske können Sie leicht selbst herstellen. Dafür eignen sich Birkensaft oder Birkenblätter, Hirse, Haferflocken, Hopfen oder Zwiebelsaft. Auch pflanzliche Öle sind für die Bereitung einer Haarmaske geeignet. Sie sollten die Maske einmal wöchentlich anwenden und lange genug einwirken lassen, damit sie die gewünschte Wirkung erzielt.