Haarausfall durch Stress – Reversibel mit Homöopathie?

Haarausfall Stress – Häufiger Auslöser von Haarausfall ist Stress. Ein stressiger Arbeitsalltag oder persönliche Probleme in der Familie können den Haarausfall begünstigen.

Je mehr Stress der menschliche Organismus verarbeitet, desto schädlicher wirkt sich das auf die Gesundheit des Betroffenen aus. Aus diesem Grund leiden viele Menschen an den Symptomen von Stress, die sich in Haarausfall bemerkbar machen.

In erster Linie verändert sich dadurch der natürliche Haarzyklus, der mit einer Störung von diesem einhergeht. Beachtenswert ist, dass Haarausfall auch andere Ursachen haben kann, zum Beispiel ernsthafte Immunkrankheiten.

Um Haarausfall zu behandeln sollten deshalb auf keinen Fall die Symptome behandelt werden sondern die Ursachen. Erst wenn die Ursache feststeht kann Haarausfall effektiv behandelt werden.

Das Wichtigste beim stessbedingtem Haarausfall ist: Den Körper sein Gleichgewicht finden lassen. Erst wenn der Organismus frei von Stress in Ruhe und Harmonie weilt, kann das Haar wieder nachwachsen. Der Prozess ist also reversibel.

Haarausfall durch Stress?

Das Stichwort dabei ist Stress. Die häufigste Ursache in der heutigen Welt. Dabei muss zwischen dem körperlichen und psychischen Stress unterschieden werden.

Haarausfall Stress
Stress ist eine der häufigsten Belastungen der heutigen Zeit

Während körperlicher Stress das Symptom einer schweren Krankheit, die der Organismus durchstehen musste ist, sind emotionale Dauerbelastungen ein psychischer Auslöser.

Häufig geht es dabei um Partnerschaftsprobleme, Probleme in der Familie oder dem Beruf.

Wie entsteht Stress?

Sieht sich der Betroffene nicht mehr in der Lage seine Probleme oder bestimmte Situationen eigenwillig zu meistern, ist die Psyche von den Problemen überwältigt.

Der Betroffene ist häufig überspannt, genervt oder leidet an einer Vorform der Depression, so ist der Auslöser Stress. Kann aus dieser Situation nicht mehr herausgefunden werden, wenn sich die Probleme immer weiter steigern oder lange – über Monate oder Jahre hinweg – andauern, so kann das zu ernsthaften körperlichen Beschwerden führen, die sich nicht mehr so einfach beseitigen lassen.

Häufig treten dann, erhöhte Infektanfälligkeiten, Hauterkrankungen, starke Kopfschmerzen und Haarausfall auf.

Doch auch Haarausfall ist nicht immer Haarausfall. Dieser kann verschiedene Formen annehmen. Zum Beispiel der Kreisrunde Haarausfall. Das Haar fällt dabei auf einem bestimmten, kreisförmigen Areal am Kopf oder am ganzen Körper aus.

Eine andere Form ist der diffuse oder auch androgenetischer Haarausfall. Diese Form des Haarausfalls ist meistens vererbbar. Neigt der Betroffene zu Stress, so fällt diesem das Haar schneller aus, da hier bereist eine familiäre Veranlagung besteht.

Was ist Haarausfall

Dass Haar ausfällt ist normal. Jeder Mensch verliert je nach bestehender Haarmenge zwischen 50 und 100 Haare am Tag. Denn dieses Haar wächst wieder nach – das alte fällt aus.

Überschreitet die Menge an ausgefallenem Haar die Grenze von 100 Haaren und der Betroffene merkt, dass sein Haar immer schütterer und weniger wird, dann muss die Ursache bekämpft werden. Bilden sich zusätzlich kahle Stellen, so ist hier Vorsicht geboten.

In diesem Fall sollte der Arzt aufgesucht werden, denn kahle Stellen können im Zweifelsfall nicht nur auf starken Stress hindeuten sondern vor allem Symptome schwerer Erkrankungen sein.

Wie Haarausfall entsteht

Sind psychische Belastungen vorhanden, kann das zu Haarausfall führen. Ist bereits Haarausfall vorhanden, dann kann dieser durch Stress um Einiges verstärkt werden. Weist der menschliche Organismus Stress auf, werden verstärkt Botenstoffe ausgeschüttet.

Die Haarfollikel werden dabei geschädigt. Anstatt nachzuwachsen, ist die Wurzel soweit geschädigt, dass das Haar nicht mehr nachwachsen kann – der diffuse Haarausfall nimmt somit seinen Lauf.

Ist bereits Haarausfall vorhanden- dazu zählt zum Beispiel hormoneller oder immunbedingter Haarausfall – ist unter Stresseinfluss ein verstärkter Haarausfall zu erwarten.

Ist Stress vorhanden, wird dieser über den Haarfollikel und die festgelegten Bahnen des Nervensystems übermittelt.

Da jedes Haarfollikel von einem festen Nervenfasernetzwerk umgeben ist und zudem Botenstoffe des Nervensystems enthält, ist es nicht verwunderlich, dass auf eine starke Stresseinwirkung diffuser Haarausfall folgt.

Ist der menschliche Organismus Stress ausgesetzt, steigt die Zahl der Nervenfasern in der Haut. Befinden sich die Haarfollikel in der Phase zwischen Übergang und Wachstum, so werden Entzündungen ausgelöst. Folglich kommt es zum Absterben von den Zellen im Gewebe der Haarfollikel.

Was bewirkt Stress im Körper

Dass Übergewicht für viele gesundheitliche Schäden verantwortlich sein kann ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch das Übergewicht auch stressbedingten Haarausfall beschleunigen bzw. fördern kann, wird für viele Menschen eine neue Erkenntnis sein.

Sollte der oder die Betroffene an Übergewicht leiden, hilft eine Gewichtsabnahme dem Problem Haarausfall entgegenzuwirken. Eine Gewichtsreduktion hat insofern eine positive Auswirkung auf das Haar, da schädliche Abbauprodukte, die im Fettgewebe gespeichert werden, zusammen mit dem Fettgewebe abgebaut und reduziert werden.

Haarausfall Stress Ursachen
Zu den schädlichen Hormonabbauprodukten gehören die beiden Stoffe Cortisol und Adrenalin.

Doch anders als lange angenommen sind die beiden Stoffe selbst noch lange nicht so gefährlich wie ihre Abbauprodukte, die sich im Fett ablagern.

Sobald sich die Abbauprodukte im Fettgewebe festgesetzt haben, gelangen sie über den Blutkreislauf zu den Haarwurzeln und richten hier Schaden an. Indem sie sich negativ auf die Talgdrüsen der Kopfhaut auswirken, führen sie zum Haarausfall.

Unterschied Mann und Frau

Beide Geschlechter können auf Stress mit Haarausfall reagieren. Frauen sind allerdings anfälliger gegenüber stressbedingtem Haarausfall.

Auswirkungen von Stress auf Kinder

Besonders starke psychische Belastungen oder außergewöhnliche Stresssituationen können bei Kindern wie bei Erwachsenen zu Haarausfall führen. In der Regel sind aber andere Ursachen für Haarausfall bei Kindern verantwortlich.

Häufig ist eine Pilzinfektion (Tinea capitis) der Kopfhaut die Ursache. Übertragen wird diese durch gemeinsame Benutzung von Kämmen oder Handtüchern. Gefährlich ist diese Art des Haarausfalls nicht, kann aber sehr unangenehm werden.

Die Alopecia areata tritt immer häufiger bei Kindern auf. Hierbei muss auf jeden Fall von einem Arzt festgestellt werden, ob es sich hierbei um eine familiäre Veranlagung, hormonelle Veränderungen oder eine Autoimmunkrankheit handelt.

Sollte Vitamin- oder Mineralstoffmangel im Organismus des Kindes herrschen, so kann auch in diesem Fall Haarausfall auftreten. Wichtig ist eine gesunde Ernährung. Aber auch Aggressive Pflegeprodukte wie Shampoos oder das Nutzen von falschen Haargummis, starkes Ziehen am Haar u. a. Kann im Zweifelsfall zu Haarausfall bei Kindern führen.

Kindliche Zwangsneurosen können genauso Haarausfall bei Kindern auslösen. Zwangsneurose bedeutet, dass Kinder sich das eigene Haar selbst ausreisen. Sind Kinder krank oder gestresst kann auch das zu Haarverlust führen.

Insbesondere schwere Krankheiten wie Grippe o.Ä. lösen körperlichen Stress aus. Psychischer Stress wirkt sich aber auf jedes Kind anders aus.

Welche Haare fallen aus?

In der Regel können bei stressbedingtem Haarausfall Haare am ganzen Körper betroffen sein. Am stärksten trifft es das Kopfhaar. Im Zweifelsfall können auch Augenbrauen oder Barthaare ausfallen. Das ist aber eher bei sehr starkem stressbedingtem Körperangriff der Fall.

Behandlungsmöglichkeiten bei stressbedingtem Haarausfall

Je nachdem was die Ursache für Stress ist, müssen verschiedene Behandlungsmethoden gewählt werden. Grundsätzlich gilt: Sollte starker Haarausfall auftreten, so sollte umgehend der Arzt aufgesucht werden.

Im Zweifelsfall kann Haarausfall auf schwerwiegende Erkrankungen hindeuten. Viele Ärzte versuchen Patienten mit Haarausfall abzuwimmeln, indem sie vorgeben, Haarausfall sei nichts Ernstes und bedarf keinerlei Behandlung.

In solchen Fällen sollten die Betroffenen auf einer Untersuchung bestehen oder einen anderen Arzt aufsuchen! Mit der eigenen Gesundheit ist nicht zu spaßen! Insbesondere Ärzten sollte das klar sein.

Heilpflanzen

Heilpflanzen können bei stressbedingtem Haarausfall eine große Stütze bieten. In erster Linie sollte dem Betroffenen aber klar sein welche Ursachen den Stress auslösen. Handelt es sich dabei um Schlafstörungen, ist Baldrian (Valeriana officinalis) eine große Hilfe.

Denn Baldrian wirkt sich beruhigend, entspannend und ausgleichen aus. Die Anwendung kann dabei verschieden ausfallen: Baldrian kann in Form von Tropfen, Tee oder Tabletten eingenommen werden. Wer gern badet, der kann sich nach Badezusätzen umsehen. Oder einfach Baldrianblätter aufbrühen und dem Badewasser zugeben.

Hopfenöl wirkt sich beruhigend und schlaffördernd aus. Der Echte Hopfen (Humulus lupulus) – Hopfenzapfen- kann in Kombination mit Baldrian, Johanniskraut und Melisse als Kräutertee eingenommen werden. Auch Kräuterkissen können sich beruhigend auswirken.

Melisse und Zitronenmelisse mindert Stress auf natürliche Weise. Verwendet werden können dabei der Tee oder die ätherischen Öle. Unruhe und Schlafstörungen kann so effektiv entgegengewirkt werden. Genauso können nervöse Herz- und Magenbeschwerden bekämpft werden.

Depressiven Verstimmungen kann dagegen mit dem echten Johanniskraut zu Leibe gerückt werden. Genauso können Unruhe und Angstzustände bekämpft werden. Dementsprechend wirksam ist das Kraut. Der Erfolg liegt dabei bei 60 bis 70% (wie bei Antidepressionsmitteln). Starke Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Allerdings sollt auf jeden Fall beachtet werden, dass Johanniskraut auf keinen Fall zusammen mit Medikamenten oder anderen Kräutern eingenommen werden darf! Ansonsten kann es zu Wechselwirkungen kommen.

Brennnessel (Urtica dioica) und Rosmarin (Rosmarinus officinalis) dagegen können äußerlich angewendet werden. Haarwasser oder Öle dieser Kräuter verbessern die Durchblutung der Kopfhaut. Wichtig ist, dass beim Auftragen die Kopfhaut massiert wird.

Die Haarwurzeln bekommen so eine bessere Sauerstoffzufuhr und werden besser mit Nährstoffen versorgt.

Weitere Methoden

Entspannung und Bewegung sind das A und O bei Haarausfall. Insbesondere Entspannungsübungen sind dabei gefragt. Dazu gehören in erster Linie Aromatherapien, Massagen, Meditation, Urlaub oder sportliche Aktivitäten die Spaß machen.

Belastungen muss mit regelmäßiger Bewegung entgegengewirkt werden. Das große Wort ist hier der Spannungsabbau. Sobald sich der Körper bewegt, wird automatisch Spannung abgebaut und die Stressresistenz des Körpers aufgebaut werden.

Beachtet werden sollte auf jeden Fall, dass die gewählte Sportart dem eigenen Stresstyp entspricht. Das heißt: Stark gestresste Menschen brauchen eine motorische Entladung, die hervorragend mit Nordic Walking bewältigt werden kann.

Um den eigenen Geist zur Ruhe zu bringen sollten beruhigende Sportarten gewählt werden. Qi Gong, Yoga oder Tai Chi sind dafür bestens geeignet. Zum Spannungsabbau eignen sich Boxen, Judo oder Taekwondo. Ausgleich findet der Mensch aber vor allem in der Natur bei Spaziergängen oder Waldwanderungen.

Homöopathische Mittel gegen stressbedingten Haarausfall

Haarausfall mit homöopathischen Mitteln zu bekämpfen ist je nach Einstellung möglich. Glaubt der Betroffene an die Wirkung dieser Mittel, so kann der Einsatz viele Vorteile bringen. Homöopathische Mittel gegen Haarausfall gibt es zur Genüge.

Bei durch psychische Probleme verursachtem Haarausfall wird Kalium phosphoricum empfohlen. Auch dem langsamen Haarwuchs soll damit abgeholfen werden.
Homöopathie kann bei Haarausfall Stress je nach Bedarf angewandt werden.

Bei Depressionen, die mit Stress zusammenhängen und somit zu Haarausfall führen können. Schüssler Salze können bei Haarausfall Stress angewandt werden.

Dafür eignen sich folgende Schüssler Salze: Schüßler-Salz Nr. 5-Kalium phosphoricum, Schüßler-Salz Nr. 14 – Kalium bromatum, Schüßler-Salz Nr. 17 – Manganum sulfuricum, Schüßler-Salz Nr. 21 – Zincum chloratum, Schüßler-Salz Nr. 16 – Lithium chloratum.

Am bekanntesten ist das Schüssler Salz Nr. 11 – Silicea, das explizit gegen Haarausfall angewendet werden soll.

Haarausfall Stress Crisan
Vitamin B5 hilft dem Haar sich zu regenerieren.

Weitere Mittel gegen Haarausfall

Crisan

Heute gibt es viele Mittel die reversiblen Haarausfall bekämpfen sollen. Männer können zum Beispiel zum koffeinhaltigen Mittel Crisan greifen. Auch für Frauen gibt es verschiedene koffeinhaltige Mittel wie Shampoos, die Haarausfall vorbeugen sollen. Das Vitamin B5 hilft dem Haar sich zu regenerieren.

Allerdings sollte auf jeden Fall beachtet werden, dass diese Mittel nur die Symptome nicht aber die Ursachen bekämpfen. Diese Mittel sollten also nur als zusätzliche Hilfsmaßnahmen neben der Ursachenbeseitigung verwendet werden.

Biotin bei Haarausfall

Durch Medikamente kann Haarausfall auch nur bedingt bekämpft werden. Biotinhaltige Medikamente können aber hervorragend zur Vorbeugung von Haarausfall der hormonell bedingt ist angewandt werden.

Biotinkapseln helfen aber vor allem bei Frauen Haar, Haut und Nägel beizubehalten und unterstützen diese bei ihrem Wachstum – also für einen umfassenden Schutz nicht nur bei Haarausfall Biotin Präparate anwenden.

Traumdeutung & Weiteres

Stress Erfahrungen sollten immer mit anderen Menschen ausgetauscht werden, denn stressbedingter Haarausfall betrifft immer mehr Menschen. Durch Erfahrungsaustausch können sich die Betroffenen gegenseitig unterstützen und Hilfsmaßnahmen und Anregungen holen.

Auch Traumdeutungen können im Zweifelsfall helfen sich mit den eigenen Depressionen und Ängsten auseinanderzusetzen, um Ursachen für Haarausfall Stress zu beseitigen. Anders herum gibt es auch Träume in denen Menschen die Haare ausfallen – hier empfiehlt sich unser Artikel zum Thema: Traumdeutung Haarausfall.

Auch der Besuch eines Arztes ist bei kritischen Fällen dringend empfohlen, da auch verschreibungspflichtige Medikamente wie Finasterid gibt.

Wie kann stressbedingtem Haarausfall vorgebeugt werden?

Stress und psychische Belastungen sind häufige Ursachen von starkem Haarausfall. Stress und psychische Belastungen müssen aus diesem Grund gemindert werden. Wird rechtzeitig gehandelt dann ist ein reversibler Vorgang noch möglich.

Ist die Schädigung der Haarwurzel noch nicht so weit fortgeschritten, kann dem Haar noch abgeholfen werden. Sind die Haarwurzeln so weit irreversibel geschädigt, dass das Haar nicht mehr nachwachsen kann, wird es wohl beim schütteren Haar bleiben müssen.

Um das zu verhindern sollten von Haarausfall Stress betroffene Menschen auf jeden Fall Stress vorbeugen. Rechtzeitige Maßnahmen wie Sport und entspannende Übungen können dem abhelfen.

Maßnahmen, die dem Haarausfall entgegenwirken wie Kopfhautmassage sowie eine gesunde Ernährung sind genauso wichtig, um den eigenen Körper in seinem natürlichen Gleichgewicht zu behalten.

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