Es gibt nicht viele Dinge, vor denen Sie sich im Leben wirklich fürchten. Doch beim Blick auf die vielen Haare in Ihrer Bürste, auf der Kleidung und im Abfluss sorgen Sie sich. Die Kopfhaare werden immer dünner und erreichen nicht mehr ihre ursprüngliche Länge, sondern fallen vorher aus. Wenn Sie das feststellen, sollten Sie überlegen, wann der Haarschwund begann und worin die Ursachen liegen können.

Denn die beste Prävention gegen die gefürchtete Glatzenbildung ist eine Umkehr des Haarausfalls, die in den meisten Fällen im Anfangsstadium möglich ist. Volles Haar steht für Jugendlichkeit und Dynamik. Die Glatze steht für die Alterung und führt meistens dazu, dass sich Betroffene unwohl fühlen und an Selbstbewusstsein verlieren. Die Minderung des ästhetischen Selbstbildes kann in schwere Depressionen führen und die Lebensqualität nachhaltig einschränken.

Glatzenbildung – Eine Problematik, zahlreiche Gründe

Jeder Mensch leidet mindestens einmal im Leben unter vermehrtem Haarausfall. Von Haarschwund ist die Rede, wenn Sie mehr als 100 Haare pro Tag verlieren. In diesem Fall ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Kopfhaut am gesamten Kopf oder auf einzelnen Bereichen durchschimmert. Zur Glatzenbildung können sowohl diffuser als auch kreisrunder Haarschwund führen. In beiden Fällen steht die Ursachenforschung im Vordergrund und legt den Grundstein für alle Behandlungsmöglichkeiten.

Haar kann aufgrund genetischer Veranlagungen oder hormoneller Störungen ausfallen. Auch bei Ernährungsmängeln, einer schlechten Durchblutung und bei mechanischer Beanspruchung wird das Kopfhaar dünner und kraftloser. Kopfhauterkrankungen, Infektionen, Medikationen und Stress stehen ebenfalls mit Haarausfall im Zusammenhang. Eine richtige Diagnose kann der Dermatologe nach einer Kopfhautuntersuchung mit Haaranalyse und einer Blutuntersuchung stellen. Um einen kahlen Kopf zu vermeiden, sollten Sie die Diagnose und die anschließend verordnete Behandlung der Haarausfallursache zeitnah vornehmen lassen.

Ist Haarschwund vor der Kahlköpfigkeit aufhaltbar?

Haarausfall ist ein Symptom, das auf einer Ursache beruht und dementsprechend in vielen Fällen aufgehalten werden kann. Um die Bildung einer Glatze zu vermeiden, ist die Frühbehandlung die beste Lösung mit der größten Erfolgsquote. Bedenken Sie, dass eine reine Symptombehandlung nicht zum gewünschten Ergebnis führt und den Haarausfall nicht aufhalten wird. Bei Hormonstörungen führt die Herstellung des hormonellen Gleichgewichts zur Beendigung des Haarschwunds und zu neuem Haarwuchs.

Bei fehlenden Vitalstoffen kann eine Ernährungsumstellung den gewünschten Effekt erzielen und bei Haarschwund durch Stress verbessert sich die Situation, wenn Sie den Stress abstellen. Eine Garantie für neuen Haarwuchs gibt es allerdings nicht, da die Möglichkeiten immer von der Anzahl der noch lebendigen Haarfollikel in der Kopfhaut abhängen.

Androgenetische Alopezie und DHT Überempfindlichkeit: Die Hauptgründe für irreversiblen Haarausfall

Bei Frauen und Männern gibt es eine Form von Haarschwund, die in den meisten Fällen unumkehrbar ist. Wenn Sie unter genetischem Haarausfall leiden, reagieren Ihre Haarwurzeln sehr empfindlich auf das aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron gebildete DHT. Indizien für die androgenetische Alopezie sind sichtbare Geheimratsecken, eine Tonsur und / oder Haarschwund am Stirnhaaransatz und am Scheitel.

In diesen Bereichen wird besonders viel DHT gebildet, wodurch eine Beschleunigung der Symptome bis hin zur Glatzenbildung erfolgt. Wenn Ihr Haar irreversibel ausfällt, können Sie mit präventiven Maßnahmen keinen Erfolg erzielen. Perspektivisch hilft hier nur eine Haarverpflanzung, in deren Verlauf neue Follikel in die kahlen Bereiche Ihrer Kopfhaut verpflanzt werden.

Behandlungsmethoden zur Prävention einer Glatze

Ist Ihr Haar von Natur aus dünn und erscheint eher kraftlos? Dann empfiehlt es sich, mit der richtigen Ernährung und Pflege für mehr Energie und Vitalität zu sorgen. Haarwuchsfördernde Lebensmittel, eine natürliche und reichhaltige Haarpflege sowie ein stressfreies Leben sind die beste Vorbeugung gegen Kahlköpfigkeit. Für einen Vitalschub und die Aktivierung schwacher Follikel kann die Behandlung mit Eigenblut helfen. Alternativ kommen auch eine Stammzellentherapie oder eine Anregung der Durchblutung durch Sauerstoff in Frage.

Verzichten Sie zugunsten Ihrer Gesundheit auf pharmazeutische Haarwuchsmittel, deren Nebenwirkungen höher sind als die Chancen einer Wirkung gegen die Glatzenbildung. Meiden Sie Genussmittel, die sich nachteilig auf den Haarwuchs auswirken und Haarschwund begünstigen. Ernähren Sie sich protein- und vitaminreich, da Ihre Haarwurzeln diese Vitalstoffe zur Bildung neuer Haare benötigen. Auch Nahrungsergänzung kann hilfreich sein, wenn Sie zum Beispiel unter einem Eisen- oder Zinkmangel leiden und eine erhöhte Vitalstoffzufuhr realisieren möchten.

Ist eine Haartransplantation bei bevorstehender Kahlköpfigkeit möglich?

Nicht in jedem Fall ist eine Haarverpflanzung notwendig. Doch sie ist möglich, wenn Sie die Kahlköpfigkeit vermeiden möchten. Um Eigenhaar zu transplantieren, sollten Sie keinesfalls bis zur vollständigen Glatzenbildung warten. Ausreichend lebendige Haarfollikel im Spenderbereich sind nötig, um die kahlen Bereiche im Empfängerbereich zu behandeln. In einer renommierten Haarklinik berät Sie das Behandlungsteam zum Ablauf des minimalinvasiven Eingriffs und gibt auf Basis der Diagnostik eine Prognose ab.

Die Erfolgsquote ist mit 95 Prozent durchaus beachtlich, wodurch sich die Eigenhaarverpflanzung in den letzten Jahren etabliert hat. Auch die schmerzlose Durchführung unter lokaler Betäubung und die gute Heilung sind gute Argumente für die Haartransplantation. Wenn Sie zwischen der unvermeidbaren Glatze und einer Haarverpflanzung wählen können, fällt die Entscheidung nicht schwer. Je mehr Eigenhaar noch vorhanden ist, umso kostengünstiger und einfacher ist die Transplantation der Grafts.

Fazit | Bei den meisten Ursachen ist die Glatzenbildung durch eine Behandlung im Frühstadium vermeidbar

In unserer Kultur und Gesellschaft gibt es nur wenige Menschen, die passionierte Glatzenträger sind und die einen kahlen Kopf ästhetisch finden. In allen anderen Fällen bereitet Haarschwund Sorgen und kann in tiefe Depressionen führen. Wie Sie in diesem Artikel erfahren haben, sind die meisten Gründe für Haarausfall gut und erfolgreich behandelbar. Je früher Sie eine Diagnose vornehmen lassen und die Behandlung einleiten, umso wahrscheinlicher ist die Vermeidung der Kahlköpfigkeit. Bei irreversiblem Haarausfall ist eine Haarverpflanzung empfehlenswert.

In einer Haarklinik wird der minimalinvasive Eingriff ambulant vorgenommen und damit ein Grundstein für neuen Haarwuchs gelegt. Bei Haarausfall gilt: Schieben Sie die Ursachenforschung nicht auf die lange Bank. Gerade im Frühstadium lässt sich die Symptomatik stoppen, ohne dass es zu durchscheinender Kopfhaut oder völlig kahlen Bereichen an den Schläfen und auf Ihrem Oberkopf kommt.