Trockene Kopfhaut Haarausfall – Wenn die Kopfhaut juckt und gereizt ist

Trockene Kopfhaut Haarausfall – Eine gesunde Haut und Kopfhaut, sowie volles kräftiges Haar stehen für Schönheit und Vitalität.

Wird das Haar sichtbar dünner und trocknet die Kopfhaut aus und wird schuppig, beunruhigt der Blick in den Spiegel.

Doch je nach Ursache kann das Problem meistens beseitigt werden.

Wie entsteht Haarausfall durch trockene Kopfhaut?

Wie auch beim häufigen Händewaschen wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut beispielsweise durch häufige unpassende Haarwäsche neutralisiert und trocknet aus.

Oft können trockene Kopfhaut Haarausfall aber auch mit der Ernährung, dem Hormonhaushalt, einer Chemotherapie oder gar der Genetik zusammenhängen.

Trockene Kopfhaut Haarausfall
Empfindliche Kopfhaut ist etwas sehr unangehemes

Ebenso kann eine trockene Kopfhaut besonders bei der empfindlichen Haut der Frauen auftreten, wenn ein besonders seifenhaltiges Shampoo für die Haarpflege verwendet wird.

Haarausfall durch Nährstoffmangel

Eine verstärkte Müdigkeit, Abgeschlagenheit, zunehmende Austrocknung der Haut und rissige Nägel sind Symptome für Eiweißmangel.

Da Haut, Haare und Nägel aus Eiweißen bestehen, spart der Körper bei Eiweißmangel dort zuerst ein.

Eine ausreichende Eiweißzufuhr von mindestens 0,8g pro kg Körpergewicht kann zur Linderung beitragen. Zudem verändert sich dann nicht nur die Kopfhaut positiv, sondern das gesamte Hautbild erscheint reiner und glatter.

Weitere, auch in hoch entwickelten Ländern verbreitete Nährstoffmängel, sind Defizite der Spurenelemente Zink und Eisen.

Zink ist besonders wichtig für Haut, Haare, Nägel und da Zink zu den Antioxidantien zählt, ist es auch wichtig für die Immunabwehr. Bereits ein Zinkmangel kann Grund genug für trockene Kopfhaut und Haarausfall sein. Zink ist besonders reichhaltig in Haferflocken, Paranüssen, Linsen und Erdnüssen enthalten.

Gerade Frauen werden häufig auch von Eisenmangel geplagt. Durch die Menstruationsblutungen oder den erhöhten Bedarf während einer Schwangerschaft, kann sich leicht ein Eisenmangel einstellen.

Die Konzentration lässt nach, die Blässe steht im Gesicht, Haare fallen aus – die typischen Symptome.

Doch bereits mit recht preiswerten hochkonzentrierten Nahrungsergänzungsmitteln kann man dem entgegenwirken.

Trockene Kopfhaut Haarausfall durch einen gestörten Hormonhaushalt

Hier spielt die Schilddrüse eine große Rolle. Die Hormone der Schilddrüse sorgen für einen schnelleren oder verzögerten Stoffwechsel.

Da Haut und Haare auf schnell nachwachsende Zellen angewiesen sind, beeinflusst eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse auch trockene Kopfhaut und Haarausfall.

In den Wechseljahren einer Frau stellt sich der Hormonhaushalt enorm um. Östrogene, die u.a. für eine weiche glatte Haut sorgen, verringern sich. Das irritiert Haut und Haare.

Auch hier kann man mit verschiedenen Präparaten für einen sanfteren Ausgleich sorgen.

Trockene Haut und Haarausfall nach einer Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie werden vorwiegend im ganzen Körper schnellwachsende Zellen am schnellen Wachstum gehemmt.

Positiv wirkt sich das auf die Krebszellen aus, jedoch ebenso auf Haut und Haare.

Nach der Chemotherapie lösen sich die Symptome zwar wieder auf, doch es bedarf einer besonderen Pflege während der Therapie.

Haarausfall durch genetische Faktoren

Besonders häufig tritt diese Form des Haarausfalls bei Männern auf. Doch im Vergleich zu Frauen mit Haarausfall ist es doch ein sehr gewohntes alltägliches Bild, Männern mit Glatze oder runden kahlen Stellen zu begegnen.

Wer sich trotzdem daran stört, zieht möglicherweise eine Haartransplantation in Betracht.

Trockene Kopfhaut bei sensibler Frauenhaut

Viele Frauen reagieren hochsensibel, wenn es um ihre Haut geht.

Neue Pflegeprodukte, ein neues Shampoo oder Ähnliches können schnell Reizungen hervorrufen oder über einen längeren Zeitraum eher schleichend trockene Kopfhaut und Haarausfall verursachen.

Deshalb ist es hier günstiger gut vertragene Produkte für empfindliche Haut langfristig zu nutzen.

Haarausfall und trockene Kopfhaut durch erhöhtem Stresspegel

Das kann zum einen psychischer Stress sein, aber auch physischer. Psychischer Stress ist gekennzeichnet durch seine auslaugende Wirkung.

Trockene Kopfhaut Haarausfall
Stress ist nicht gut für den Körper und den Geist!

Der Körper funktioniert nur noch; ohne Freude der Seele. Der Leistungsdruck in der Arbeitswelt steigt immer wieder auf ein vielfaches an und eine Frau kann häufig auch von Mehrfachbelastung betroffen sein um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Ohne Auszeiten und Zeiten der Freude neigt die Psyche irgendwann gen Burnout und zeigt körperliche Symptome wie Haarausfall. Spätestens dann ist ein Urlaub zu empfehlen – besonders am Meer. Die äußerst salzhaltige Luft erfrischt den Geist und entspannt die Glieder.

Schon seit mehreren hundert Jahren ist die positive Wirkung der Meeresluft auf Haut und Lungen erprobt und erwiesen.

Mit physischem Stress ist der Stress für den Körper gemeint. Dazu gehören v.a. übermäßiger Alkoholkonsum, Nikotingenuss und Übergewicht bzw. Adipositas. Diese drei Punkte ergeben sich aus dem Versuch der Psyche Stress kurzfristig zu bewältigen.

Dabei häufen sich aber nahezu unbemerkt die negativen Aspekte dieser psychischen Stressbewältigung. Eine gesunde Ernährung einzuhalten, schlank und sportlich zu sein wird sehr oft empfohlen, ist aber gar nicht so leicht einzuhalten.

Leider bedeutet eine üppige Nahrungsaufnahme nicht gleichzeitig, dass alle Nährstoffe ausreichend aufgenommen werden. Viele Lebensmittel begünstigen sogar den einseitigen Genuss von ungesunder Nahrung durch die Fett- und Zuckerzusammensetzung.

Durch das Übergewicht verringert sich die Bewegungsfähigkeit und die Lust an der Bewegung – die allgemeine Vitalität lässt nach, die Kopfhaut trocknet aus, Haare fallen aus, dafür bildet sich Akne im Gesicht. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, braucht es einen starken Willen.

Die Abnahme des Körpergewichts beginnt im Kopf. Den täglichen Kalorienverbrauch bzw. die Kalorienaufnahme zu berechnen kann maßgeblich dazu beitragen ein gesundes Gewicht zu erreichen.

Haarausfall und trockene Kopfhaut durch Pilzerkrankungen oder Parasitenbefall

Der sogenannte Kopfpilz (tinea capitis) ist hochansteckend und sollte schnellstmöglichst mit Spezialshampoo behandelt werden. Meistens ist der Kopfpilz durch runde Schuppenbildung und stellenweisen Haarausfall gekennzeichnet. Übertragen wird die Pilzerkrankung meistens durch Tierfell.

Durch ähnliche Übertragung können sich auch Parasiten in die Kopfhaut einnisten und für Haarausfall sorgen. So zum Beispiel Flöhe, Läuse oder Krätzmilben – allesamt höchst ansteckend. Kopfläuse springen bis zu 2m weit von Kopf zu Kopf.

Sie verursachen Juckreiz und Reizungen der Kopfhaut, sowie Haarausfall durch das Einnisten ihrer Nissen in den Haarwurzeln. Flöhe und Krätzmilben verhalten sich ähnlich, wobei sich die Milben unter der Haut einnisten und einer professionellen Behandlung bedürfen.

Diese Parasitenbefälle sind leicht behandelbar und sollten keine Panik auslösen. Zu beachten ist dann aber ggf. auch die parallele Desinfektion der Kleidung und Umwelt, wie Polstermöbel oder Bettwäsche und die Behandlung der Kontaktpersonen.

Schädigung und Reizung durch aggressive Chemikalien und Hitzeeinwirkung

Als letzte Ursache sei noch eine häufige Haarbehandlung erwähnt wie Färbungen oder Dauerwellen. Beim Blondieren gelangen beispielsweise stark bleichende Mittel auf die Kopfhaut, trocknen diese aus und verdünnen das Haar mit jedem Bleichvorgang.

Ebenso Haarschädlich ist heißes ausdauerndes Föhnen an den Haarwurzeln und die Verwendung von Glätteisen. Dabei können Verbrennungen der Kopfhaut und des Haars auftreten. Davon ist abzuraten.

In welchem Zusammenhang stehen Haut und Haare?

Das Haar wächst in drei Zyklen: Anagen-, Katagen- und Telogenphase. Zuerst bildet sich die Wurzel in der mittleren Hautschicht, der Lederhaut.

Nach zwei bis sechs Jahren Wachstum fällt das Haar aus und die Wurzel regeneriert sich in der dritten Phase. Ein Haar kann dabei im Laufe seines Daseins bis zu einem Meter lang werden, in selten Fällen auch länger.

Ist die oberste Hautschicht jedoch aufgrund einer Austrocknung beschädigt, werden auch Haarwurzeln zerstört und können sich nicht regenerieren.

Das führt zu Haarausfall, zur Bildung von Schuppen und juckende Kopfhaut macht sich bemerkbar.

Welche Auswirkungen hat Haarausfall insbesondere bei Frauen?

Haarausfall bei einer Frau passt nicht so gut in den gesellschaftlichen Kontext. Die Schönheit und Vitalität der Frau wirken angegriffen, die Weiblichkeit scheint einen Kratzer abbekommen zu haben.

Ähnlich wie beim genauen Gegenteil – der übermäßigen, männlich wirkenden Behaarung bei einer Frau (Hirsutismus), führt die soziale Ausgrenzung unweigerlich zu psychischen Problemen. Eine Ausgrenzung der Betroffenen wird oft zur größten Belastung des ganzen Problems überhaupt.

Natürlich kann eine Perücke vorübergehend Abhilfe schaffen, aber die psychische Belastung bleibt.

Hält der Haarausfall für längere Zeit an, stellen sich Fragen wie: Wird mich mein Partner verlassen? Wie steht meine Familie dazu? Was denken Freunde und Bekannte von mir?

Doch nicht nur private Konsequenzen, sondern auch berufliche sind zu befürchten. Eine Entlassung und finanzielle Einbußen ergänzen den Teufelskreis der Isolation.

Da es aber nicht nur einzelne Betroffene gibt, finden Zusammenkünfte und reger Austausch in Selbsthilfegruppen und Foren statt.

Gibt es wirksame Hausmittel gegen trockene Kopfhaut und Haarausfall?

Ein altbekanntes und auch in Cremes häufig verwendetes Hausmittel ist Aloe Vera. Der Saft der Pflanze benetzt die Haut und versorgt sie mit wohltuender Feuchtigkeit.

Die wertvolle Flüssigkeit ist ganz einfach zu gewinnen, indem ein Blatt der Pflanze aufgeschnitten wird. Aleo Vera ist keine exotische Pflanze und sollte bei fast jedem Blumenhändler erhältlich sein.

Verschiedene Öle können für eine geschmeidige Haut sorgen. Es sollten aber keine ätherischen Öle sein, da diese die Haut wieder reizen und austrocknen. Zu empfehlen sind Olivenöl und Kokosöl, die handelsüblich im Supermarkt zu erwerben sind.

Viele Frisöre verwenden Birkenwasser für trockene Kopfhaut und Haarausfall. Es fühlt sich sehr frisch an und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Zudem ist Birkenwasser sehr preisgünstig in Drogeriemärkten zu erhalten.

Ein sehr angenehmes Hausmittel ist die Kopfmassage. Auch sie regt den Stoffwechsel der Haut an und wirkt sich nebenbei angenehm auf die Psyche aus. Inzwischen sind diese Kopfmassagen schon zum Standard bei Frisörbesuchen geworden.

Fazit

Ein gesunder Lebenswandel, wenig Alkoholkonsum, Nikotinverzicht, Normalgewicht und eine ausgewogene Ernährung wirken sich spürbar positiv auf Haut und Haare aus.

Doch auch gegen andere Ursachen ist ein Kraut gewachsen – nur Mut!

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