Die Haarimplantation ist erfolgt und Sie befinden sich mitten im Heilungsprozess. Der leichte Schorf auf Ihrer Kopfhaut löst sich langsam ab und gibt den Blick auf die Kopfhaut frei. Doch nun sehen Sie einen weißen schuppigen Belag auf der Kopfhaut, der sich in größeren Flächen ablöst und auf Ihre Schultern fällt. Sie haben noch nie ein Schuppenproblem gehabt und wundern sich nun, warum Ihre Kopfhaut zu trocken oder zu fettig ist.

Seien Sie unbesorgt, die Schuppenbildung ist nach einer Haarverpflanzung völlig normal. Es handelt sich hierbei lediglich um abgestorbenes Gewebe, unter dem sich längst neue Haut gebildet hat und das nun nach und nach abfällt. Da Kopfschuppen unschön aussehen und stellenweise sogar jucken können, sollten Sie mit einem milden Shampoo dagegen vorgehen. Das Behandlungsteam der Haarklinik hat Ihnen diesbezüglich Tipps und Produkte mit nach Hause gegeben.

Die häufigsten Ursachen von Schuppen

Bilden sich Hautschuppen auf Ihrem Kopf, kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben. Neben den Kopfschuppen, die postoperativ nach einer Haartransplantation häufiger auftreten, können fettige oder trockene Haut als Ursache in Frage kommen. Ungeeignete Pflegeprodukte, Stress und Ernährungsfehler können Squama begünstigen und zur Bildung größerer Kopfhautschuppen führen. Auch hormonelle Veränderungen und klimatische Einflüsse fördern die Schuppenbildung.

Waschen Sie Ihr Haar zu häufig oder nutzen für die Trocknung einen Föhn, kann Ihre Kopfhaut mit einer größeren Anzahl abgestorbener Hautstellen – mit Schuppen – reagieren. Wenn Sie vor der Haarverpflanzung nicht unter Schuppen litten, sind diese Ursachen sowie Pilzerkrankungen oder eine Schuppenflechte ausgeschlossen. Es handelt sich bei Ihnen um ein vorübergehendes, direkt mit der Heilung der Entnahme- und Implantationsbereiche verbundenes Symptom.

Können Schuppen nach einer Haartransplantation auftreten?

Wie bereits kurz angeschnitten, ist die Schuppenbildung nach Eigenhaartransplantationen keine Seltenheit. Hierbei handelt es sich um eine unbedenkliche Begleiterscheinung der Heilungsphase, die trotz minimalinvasiver Behandlung einige Zeit in Anspruch nimmt.

Die Haarverpflanzung hat Ihre Kopfhaut gereizt und viele mikrokleine Wunden im Spender- und Empfängerbereich erzeugt. Hier heilen nicht nur die verpflanzten Grafts in die Kopfhaut ein, sondern auch die Kopfhaut selbst erneuert sich oberflächlich. Im Zuge dessen kommt es zu Squama, wie Kopfschuppen im Lateinischen heißen.

Die abgestorbenen Hautschüppchen sind als weiße Flocken in unterschiedlichen Größen sichtbar und verteilen sich auf Ihrem Kopf und zum Leidwesen der Betroffenen auch im Schulterbereich der Kleidung, auf Kissen und auf Polstermöbeln. Die Schuppenbildung ist unbedenklich und von kurzer Dauer. Mit einer milden, rückfeuchtenden Pflege ohne Parfümstoffe und chemische Zusätze können Sie gegen schuppige Kopfhaut vorgehen.

Wann müssen Schuppen nach der Haarverpflanzung behandelt werden?

In den ersten postoperativen Wochen gilt die Devise: „Weniger ist mehr.“ Das gilt auch, wenn sich auf Ihrer Kopfhaut Squama bildet und in kleinen Flocken auf die Schultern rieselt. Verzichten Sie zugunsten des Heilungsprozesses und zur Vermeidung einer Kopfhautreizung auf Anti-Schuppen-Shampoos aus dem Handel.

Ein Hauptproblem in der Schuppenbehandlung beruht darauf, dass die abgestorbenen Hautschüppchen meist fehlgedeutet werden. Kopfschuppen können durch trockene und durch fettige Kopfhaut entstehen. Nach der Haartransplantation kann eine Behandlung nötig sein, wenn sich eine dickere Schuppenschicht bildet und die Poren Ihrer Kopfhaut verschließt.

Um Fehlbehandlungen und deren Folgen auszuschließen, sollten Sie einen Dermatologen zu Rate ziehen und sich eine genaue Diagnostik einholen. Behandlungsfehler können sich negativ auf den neuen Haarwuchs auswirken und zu Haarschwund im Implantationsbereich führen. Die Schuppenbildung ist lediglich ein ästhetisches Problem, das bei Anwendung des Spezialshampoos aus der Haarklinik zeitnah endet.

Kopfschuppen: Ist die Kopfhaut trocken oder fettig?

Schuppenbildung kann auf fettiger oder auf trockener Kopfhaut beruhen. Bilden sich die weißen Flocken postoperativ nach einer Haartransplantation, handelt es sich um abgestorbenes, also um trockenes Gewebe. Würden Sie jetzt mit entfettenden Shampoos und Pflegeprodukten dagegen vorgehen, könnte dieser Pflegefehler die Heilung Ihrer Kopfhaut nachteilig beeinflussen.

Die Haut ist durch die kürzlich erfolgte Haarverpflanzung gereizt und äußerst empfindlich. Um die Heilung positiv zu beeinflussen, sollten Sie daher präventiv vorgehen und Ihren Beitrag zur Vermeidung von Kopfschuppen leisten.

Eine gesunde Ernährung und die Vermeidung schweißtreibender Aktivitäten unterstützen den Heilungsprozess. Chemische Haarkosmetik, Stress und fettiges Essen sowie UV-Strahlung können die Heilung beeinträchtigen und zu postoperativem Haarschwund und Schuppenbildung führen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten helfen gegen Squama?

Die einzig wirkungsvolle und vom Behandlungsteam der Haarklinik empfohlene Maßnahme beruht auf der Anwendung eines Spezialshampoos. Waschen Sie Ihr Haar nicht häufiger als nötig, da Sie sonst die Wiederherstellung des natürlichen Milieus auf Ihrer Kopfhaut schädigen.

Auch wenn die Haartransplantation minimalinvasiv ist und keine größeren Wunden hinterlässt, kann es in den ersten Wochen zur Bildung von Squama kommen. Die Anwendung einer speziellen Lotion kann Ihnen dabei helfen und obendrein eine Beschleunigung der Heilung herbeiführen. Auch wenn Sie sich in der Ästhetik durch Kopfschuppen eingeschränkt fühlen, sollten Sie nicht sprichwörtlich mit allen Mitteln dagegen ankämpfen.

Zur äußerlichen Behandlung leisten Sie einen zusätzlichen Beitrag für die Genesung der Kopfhaut, indem Sie auf Ihre Ernährung achten und vitamin- sowie mineralstoffreiche Kost bevorzugen. Verzichten Sie auf Fastfood, da Fertiggerichte nachweislich eine Hautveränderung bewirken und zur Schuppenbildung führen können.

Fazit | Schuppenbildung nach Eigenhaarverpflanzung – kein Grund zur Besorgnis!

Kopfschuppen sind dafür bekannt, Haarschwund zu begünstigen und mit Juckreiz einherzugehen. Nach einer Haarverpflanzung kann es in Einzelfällen zur Schuppenbildung kommen. Einige Patienten sind weniger betroffen, während sich bei anderen Patienten eine dicke Schicht Squama bildet, die sich in großen Flocken ablöst.

Die Heilung geht mit der Bildung neuer Haut und dem Abstoßen abgestorbener Gewebeteilchen einher. Das was Sie als Kopfhautschuppen wahrnehmen, ist nichts anderes als das abgestorbene Gewebe, unter dem sich die neue Haut gebildet hat. Auch wenn Schuppen ärgerlich und störend sind: Betrachten Sie diese nach einer Haartransplantation als gutes Zeichen der Heilung. Versuchen Sie keinesfalls, die schuppige Haut durch Rubbeln mit einem Handtuch abzulösen.

Das könnte zur Folge haben, dass Sie die noch sehr empfindlichen Grafts aus der Kopfhaut reißen und das Ergebnis der Haarverpflanzung beeinträchtigen. Postoperatives Squama ist vergänglich und daher kein Grund, sich darüber Sorgen zu machen.