Entscheiden Sie sich für eine Eigenhaarverpflanzung, werden moderne Methoden angewendet. Sie müssen keine Schmerzen befürchten. Eine schmerzfreie Haartransplantation wird mit einer örtlichen Betäubung und mit kleinen Einstichen gewährleistet. Auch nach dem Eingriff sollten Sie keine Schmerzen verspüren. Eine schmerzfreie Haarverpflanzung ist auch mit einer nadelfreien Betäubung möglich.

Schmerzfreie Haartransplantation mit der FUE-Methode

Bei einer Haartransplantation ist die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) heute fast schon Standard. Nachdem Sie in Spender- und Empfängerbereich der Haare eine örtliche Betäubung erhalten haben, erfolgt die Entnahme der Haarfollikel aus dem Spenderbereich mit einer dünnen Hohlnadel. Diese Hohlnadel kann mit einem Mikromotor ausgestattet sein, die dem Arzt die Arbeit erleichtert. Die Entnahmestellen der Haare heilen mit winzigen, punktförmigen Narben ab.

Mit bloßem Auge sind diese Narben so gut wie unsichtbar. Im Empfängerbereich der Haare werden mit feinen Klingen Kanäle zur Aufnahme der Haarfollikel geschnitten oder gestochen. Auch diese Kanäle sind winzig klein, sodass kaum sichtbare Narben entstehen. Mit den feinen Instrumenten ist eine schmerzfreie Haarverpflanzung gewährleistet.
Sollten Sie während des Eingriffs Schmerzen verspüren, sollten Sie das dem Arzt sagen. Er kann das Betäubungsmittel nachspritzen.

Mehr Schmerzen bei der FUT-Haarverpflanzung

Schmerzhafter als die FUE-Methode ist die Haartransplantation mit der FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation). Vom Hinterkopf wird ein Streifen der Kopfhaut entnommen, der etwa einen Zentimeter breit und bis zu 20 Zentimeter lang ist. Diese Entnahmestelle muss durch Nähen oder Klammern verschlossen werden.

Die Fäden oder Klammern müssen nach 10 bis 14 Tagen entfernt werden. Die Wundschmerzen sind nach der FUT-Methoden stärker als nach der FUE-Methode. Der Heilungsprozess im Spenderbereich nimmt mehr Zeit als bei der FUE-Methode in Anspruch. Die bleibende Narbe kann für den Patienten ein Problem darstellen, wenn sie breit oder wulstig abheilt. Das Einpflanzen der Haare erfolgt so wie bei der FUE-Methode.

Noch sanftere Methoden für noch weniger Schmerzen

Die Methoden für die Eigenhaarverpflanzung wurden im Laufe der Zeit immer weiter verbessert und verfeinert. Mit den neuen Methoden wird nicht nur eine höhere Haardichte im Transplantationsbereich erzielt, sondern auch eine schmerzfreie Haartransplantation ist gewährleistet. Die neuen Methoden basieren auf der FUE-Methode. Solche Methoden für eine schmerzfreie Haarverpflanzung sind

  • FUE-Gold-Methode, bei der die Entnahme der Haarfollikel mit Hohlnadeln aus Gold erfolgt und die Kanäle im Empfängerbereich mit goldenen Klingen geschnitten werden
  • FUE-Saphir-Methode, bei der die Kanäle im Empfängerbereich mit Saphirklingen geöffnet werden, die kleinere Schnitte und eine höhere Haardichte ermöglichen
  • DHI-Methode (Direct Hair Implantation), bei der die Entnahme der Haarfollikel mit dem CHOI-Pen erfolgt. Im Empfängerbereich werden die Kanäle mit dem CHOI-Pen gestochen und gleichzeitig im selben Arbeitsgang die Haarfollikel eingepflanzt.
  • Perkutan-Methode, bei der eine besonders schonende Entnahme der Haarfollikel erfolgt und die Haarfollikel mit sehr feinen Nadeln eingepflanzt werden.

Die DHI-Methode kann bei der SDHI-Methode mit der Saphir-Methode kombiniert werden. Da die DHI-Methode keine so hohe Haardichte wie die Saphir-Methode erlaubt, werden die Haarfollikel in den ersten drei Reihen an der Haarlinie mit der Saphir-Methode eingepflanzt. Im übrigen Bereich wird mit der DHI-Methode weitergearbeitet.

Schmerzfreie Haarverpflanzung mit der nadelfreien Betäubung

Die meisten Patienten befürchten bei einer Haartransplantation Schmerzen beim Spritzen des Betäubungsmittels. Viele Patienten, die bereits eine Eigenhaarverpflanzung hinter sich haben, beschreiben das Spritzen des Betäubungsmittels als den schmerzhaftesten Teil des Eingriff oder empfinden es zumindest als unangenehm. Um eine schmerzfreie Haartransplantation zu ermöglichen, kann die nadelfreie Betäubung erfolgen.

Sie ist für Patienten mit einer Nadelphobie geeignet und wird nicht nur bei der Eigenhaarverpflanzung, sondern auch in der Zahnmedizin und anderen Bereichen der Medizin angewendet. Diese Betäubung wird mit dem Comfort-In-System injiziert, das mit Hochdruck arbeitet. Das System erinnert in seinem Aussehen an einen Kugelschreiber und ist mit Betäubungsmittel gefüllt. Die schmerzfreie Haartransplantation ist gewährleistet, da das Betäubungssystem nur wenige Sekunden mit der Kopfhaut in Berührung kommt.

Das System dringt nur 0,15 Millimeter tief in die Kopfhaut ein. Sie verspüren keinen Schmerz, sondern nur einen leichten Druck. Es kann etwas unangenehm sein, wenn sich das Betäubungsmittel in der Kopfhaut verteilt. Da das System nur kurzzeitig mit der Kopfhaut in Berührung kommt, entstehen keine Wunden durch Einstiche. Das Infektionsrisiko ist so gut wie ausgeschlossen.

Das Betäubungsmittel kann sich schneller in der Kopfhaut verteilen und schneller wirken. Das verkürzt die Zeit bei der Haarverpflanzung und verbessert den Heilungsprozess. Auch bei dieser Methode ist ein Nachspritzen des Betäubungsmittels möglich, wenn Sie Schmerzen während des Eingriffs verspüren.

Schmerzfreie Haarverpflanzung mit der Vermeidung von Schmerzen nach dem Eingriff

Um eine schmerzfreie Haartransplantation zu gewährleisten, kommt es auf die Vermeidung von Wundschmerzen nach dem Eingriff an. Wundschmerzen können mit den winzig kleinen Einstichen bei der FUE-Methode vermieden werden. Nach dem Eingriff, wenn das Betäubungsmittel nicht mehr wirkt, beginnt die Kopfhaut zu jucken. Sie dürfen nicht kratzen, da Sie die Haare ausreißen und Infektionen auslösen könnten.

Rötungen und Schwellungen treten wenige Stunden nach der Operation auf, doch sollten Sie keine Schmerzen verspüren. Der Arzt verabreicht Ihnen ein Schmerzmittel. Das Schmerzmittel können Sie nicht nur einige Stunden nach dem Eingriff, sondern auch an den Tagen danach anwenden. Um Schwellungen an der Augenpartie und an der Stirn zu vermeiden, sollten Sie ein Stirnband tragen. Zum Schlafen verwenden Sie in den ersten fünf Nächten ein Nackenkissen mit einer Einwegunterlage.

So verhindern Sie das Festkleben der kleinen Wunden am Kopfkissen und damit verbundene Verletzungen. An den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten Sie täglich mindestens drei Liter Wasser trinken. Alkohol und Rauchen sind mindestens zehn Tage lang tabu.

Fazit: Schmerzfreie Haarverpflanzung mit der FUE-Methode

Die FUE-Methode gewährleistet eine schmerzfreie Haartransplantation, da nur kleine Einstiche erzeugt werden. Die neuen Methoden der Eigenhaarverpflanzung basieren auf der FUE-Methode und gewährleisten noch kleinere Einstiche. Die Heilung kann mit den modernen Methoden schneller erfolgen. Befürchten Sie Schmerzen bei der Betäubung, ist die schmerzfreie Haarverpflanzung mit dem Comfort-In-System möglich. Mit Hochdruck wird das Betäubungsmittel in die Kopfhaut injiziert. Eine schmerzfreie Haartransplantation ist möglich, indem Sie nach dem Eingriff ein Schmerzmittel anwenden.