Haarausfall betrifft nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Für die Betroffenen stellt er oft ein schwerwiegendes kosmetisches Problem dar und kratzt tüchtig am Selbstbewusstsein. Sind die Haare unwiederbringlich verloren, so wie es bei der androgenetischen Alopezie, dem erblich bedingten Haarverlust, der Fall ist, kann nur noch eine Haartransplantation helfen. Da es sich um einen operativen Eingriff handelt, ist die Angst vor der Haartransplantation völlig normal.

Sie sollten eine geeignete Haarklinik aufsuchen und auf die Expertise der Haarchirurgen achten. In renommierten Haarkliniken, beispielsweise in der Türkei, werden moderne und schonende Methoden angewendet. So ist die Angst unbegründet. Sie werden keine Schmerzen verspüren. Befolgen Sie die Anweisungen des Klinikpersonals, können Sie mit einem guten Heilungsprozess und einem überzeugenden Ergebnis achten.

Warum haben viele Menschen Angst vor der Haartransplantation?

Angst vor einem chirurgischen Eingriff ist völlig normal, vor allem, wenn Sie zuvor noch nie eine Operation hatten. Um eine Operation handelt es sich auch bei der Haartransplantation. Sie wird im Normalfall in örtlicher Betäubung ausgeführt. Das bedeutet für viele Menschen zusätzliche Angst vor dem Eingriff:

  • Schmerzen beim Spritzen des Betäubungsmittels
  • Schmerzen oder zumindest unangenehmes Gefühl, da der Druck zu spüren ist
  • Sorge, dass die Wirkung des Betäubungsmittels nicht lange vorhält

Viele Menschen, die an eine Haartransplantation denken, befürchten auch Schmerzen nach dem Eingriff, Infektionen der Wunden und einen allgemein schlecht verlaufenden Heilungsprozess. Auch die Besorgnis, dass das Ergebnis nicht so ausfällt wie gewünscht, ist bei vielen Menschen präsent.
Allerdings sind die Sorgen unbegründet, wenn Sie sich für die richtige Klinik entscheiden. Es gibt heute moderne Methoden, bei denen Sie keine Schmerzen befürchten müssen.

Wie läuft eine Haarverpflanzung ab?

Damit Sie keine Furcht vor der Eigenhaarverpflanzung haben, sollten Sie wissen, wie dieser Eingriff ausgeführt wird. Heute wird zumeist die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) als Standardmethode angewendet. Sie hat die Streifenmethode, auch als FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation) bezeichnet, in den Hintergrund gedrängt. Bei der Streifenmethode wird vom Hinterkopf ein bis zu 20 Zentimeter langer Streifen der Kopfhaut entnommen und in Transplantationseinheiten (Grafts) zerlegt. Das ist mit einer entsprechend langen Narbe und auch mit Schmerzen beim Heilungsprozess verbunden.

Die FUE-Methode erfolgt folgendermaßen:

  • Komplettrasur des Kopfes
  • Anzeichnen der gewünschten Haarlinie
  • Spritzen des Betäubungsmittels
  • Entnahme der Haarfollikel vom Hinterkopf mit einer Hohlnadel und Aufbewahrung der Haarfollikel in einer Nährlösung, damit sie nicht absterben
  • Stechen oder Schneiden der Kanäle im Empfängerbereich der Haarfollikel
  • Einsetzen der entnommenen Haarfollikel in die zuvor geöffneten Kanäle in Wuchsrichtung
  • Wundversorgung.

An den Entnahmestellen der Haarfollikel entstehen bei der FUE-Methode winzige punktförmige Narben, die kaum sichtbar sind. Diese Entnahmestellen müssen nicht vernäht werden.
Vor dem Eingriff führt der behandelnde Arzt mit Ihnen ein Aufklärungsgespräch, in dem er Ihnen die Angst nimmt. Er informiert Sie über den Verlauf der Haartransplantation und sagt Ihnen, was Sie im Anschluss an den Eingriff beachten sollten.

Was können Angstpatienten tun?

Sind Sie Angstpatient, sollten Sie den Arzt beim Anamnesegespräch darauf hinweisen. Der Arzt kann auf Ihren Wunsch hin den Eingriff in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf ausführen. Häufig befürchten die Patienten Schmerzen beim Spritzen des Betäubungsmittels. Auch darauf sollten Sie den Arzt hinweisen. Er kann das Betäubungsmittel nadelfrei mit der Comfort-In-Methode injizieren.

Dafür wird ein spezieller Pen verwendet, der in seiner Form an einen Kugelschreiber erinnert. Mit Hochdruck wird das Betäubungsmittel injiziert. Sie verspüren dabei keine Schmerzen, sondern nur einen leichten Druck. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Infektionsrisiko geringer ist, da es keine Einstiche gibt. Haben Sie Angst davor, dass das Betäubungsmittel während der Haartransplantation nicht lange genug wirkt, ist das völlig unbegründet. Verspüren Sie während des Eingriffs Schmerzen, sollten Sie den Arzt darüber sofort informieren. Er kann das Betäubungsmittel nachdosieren.

Wie läuft die Heilung ab?

Ist die eigentliche Haartransplantation abgeschlossen, beginnt der Heilungsprozess. Sie müssen nichts befürchten, wenn Sie die Anweisungen der Ärzte befolgen. Schon kurze Zeit nach dem Eingriff treten Rötungen und Schwellungen auf. Die Kopfhaut beginnt zu jucken. Das ist völlig normal. Die Schwellungen klingen nach einigen Tagen ab, da das Betäubungsmittel entweicht.

Sie tragen ein Stirnband, damit sich die Schwellungen nicht ins Gesicht ausbreiten. Zum Schlafen verwenden Sie ein Nackenhörnchen und eine Einwegunterlage, damit Ihre Kopfhaut nicht mit der Bettwäsche in Berührung kommt. Die Rötungen klingen ungefähr nach vier Wochen ab. An den Entnahme- und Transplantationsstellen bilden sich Krusten für den Wundverschluss.

Diese Krusten fallen nach 10 bis 14 Tagen ab. Auf keinen Fall sollten Sie kratzen, wenn die Kopfhaut juckt. Das könnte zu Infektionen und zum Ausreißen der transplantierten Haarfollikel führen. Schmerzen während des Heilungsprozesses müssen Sie nicht befürchten. Sie erhalten ein Schmerzmittel, das Sie nach Empfehlung des Arztes einnehmen sollten. Um Infektionen zu vermeiden, müssen Sie auch ein Antibiotikum einnehmen.

Wie können Sie den Heilungsprozess beeinflussen?

Befolgen Sie die Anweisungen der Ärzte, müssen Sie bei einer Haartransplantation nichts befürchten. Sie tragen zu einem guten Heilungsprozess bei und müssen keine Angst haben, wenn Sie in den ersten beiden Wochen nach dem Eingriff nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Bereits einen Tag vor dem Eingriff sollten Sie auf Rauchen und Alkohol verzichten. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten Sie täglich mindestens drei Liter Wasser trinken. Gehen Sie in den ersten vier Wochen nicht in die Sauna, ins Solarium oder ins Schwimmbad und meiden Sie intensive Sonneneinstrahlung. So müssen Sie nichts befürchten und werden auch keine Schmerzen haben.

Fazit: Furcht vor Haarverpflanzung muss nicht sein

Viele Menschen haben Angst vor der Haartransplantation, da es sich um einen operativen Eingriff handelt. Die Haartransplantation wird heute mit modernen, schonenden Methoden ausgeführt, bei denen Sie keine Angst vor Schmerzen haben müssen. Das Betäubungsmittel kann nadelfrei injiziert werden. So verspüren Sie bei der Injektion keine Schmerzen. Zu einem guten Heilungsprozess tragen Sie bei, wenn Sie die Anweisungen der Ärzte befolgen und auf Alkohol sowie Rauchen verzichten. Sie müssen dann keine Schmerzen oder Infektionen der Wunden befürchten und können auf ein gutes Ergebnis vertrauen.