Nach einer Haarverpflanzung fallen die Haare nach wenigen Wochen aus, da sich die Haarfollikel regenerieren müssen. Die PRP Therapie nach der Haartransplantation kann das Haarwachstum wieder anregen. Das plättchenreiche Blutplasma wird Ihnen bei der PRP Behandlung nach der Haarverpflanzung mit feinen Nadeln in die Kopfhaut gespritzt.

Wie die PRP Behandlung nach der Haartransplantation wirkt

PRP ist die Abkürzung für platelet rich Plasma, was plättchenreiches Blutplasma bedeutet. Für die Behandlung wird Ihnen Blut aus der Vene abgenommen. Es wird in einer Zentrifuge zu plättchenreichem Plasma aufbereitet. Die roten Blutkörperchen werden aus dem Blut entfernt. Die Blutplättchen (Thrombozyten), die im Blutplasma enthalten sind, leisten einen wichtigen Beitrag zur Wundheilung. Sie sind für die Krustenbildung verantwortlich.

In der Haarmedizin wird die PRP-Behandlung schon seit einiger Zeit angewendet. Sie hat sich bewährt, da die Blutplättchen die Erneuerung von Gewebe rund um die Haarwurzeln anregen. Die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln kann verbessert werden. Die PRP-Therapie kann auch zur Verzögerung und Behandlung von Haarverlust angewendet werden. Sind die Haarfollikel noch intakt, können sie zur Bildung neuer Haare angeregt werden. Die Blutplättchen fördern die Bildung des Haut- und Haarbestandteils Kollagen. Um den Effekt der Behandlung zu unterstützen, kann das Blutplasma mit Eiweißen und Enzymen angereichert werden.

Bei einer Eigenhaarverpflanzung mit der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) werden durch die Entnahme der Haarfollikel aus dem Spenderbereich und das Einpflanzen der Haare in den Empfängerbereich kleine Verletzungen erzeugt. Die PRP-Therapie nach der Haartransplantation wirkt auf zweierlei Weise: Sie fördert das Abheilen der kleinen Verletzungen nach der Haarverpflanzung. Die Krustenbildung wird gefördert. Die Bildung neuer Haare nach der Haarimplantation wird angeregt.

Keine Angst vor dem Verlust der Haare nach der Haarverpflanzung

Es gehört zum Heilungsprozess nach der Eigenhaarverpflanzung dazu, dass Ihnen die transplantierten Haare ungefähr zwei Wochen nach dem Eingriff wieder ausfallen. Das ist kein Grund zur Sorge. Ungefähr 90 Prozent der transplantierten Haare können ausfallen. Das liegt daran, dass sich die transplantierten Haarfollikel erst erholen müssen. Sie treten in die Ruhephase ein, die etwa drei Monate dauert.

Die Haare beginnen nach ungefähr drei Monaten wieder mit dem Nachwachsen. Hier kann die PRP-Behandlung ins Spiel kommen. Sie sorgt dafür, dass die transplantierten Haare schneller wieder nachwachsen. Nach ungefähr einem Jahr sehen Sie das endgültige Ergebnis der Haarverpflanzung.

So erfolgt die PRP Behandlung nach der Haarverpflanzung

Die PRP Therapie nach der Haartransplantation kann direkt im Anschluss an den Eingriff erfolgen. Der Arzt entnimmt Ihnen Blut und bereitet es auf. Nach der Haartransplantation spritzt er es mit feinen Nadeln in die Kopfhaut. Sie merken davon nichts, da die örtliche Betäubung noch wirkt, die für die Haartransplantation angewendet wird. Das plättchenreiche Plasma wird in den Spender- und den Empfängerbereich der Haare gespritzt. Im Anschluss an die Behandlung erfolgt die Wundversorgung.

Die PRP Behandlung nach der Haarverpflanzung kann im Abstand von mehreren Wochen wiederholt werden. Sie kann auch in die Bereiche der Kopfhaut erfolgen, von denen keine Haare entnommen wurden und in die keine Haare transplantiert wurden. Das Fortschreiten des Haarverlusts wird damit verhindert. Wird die Behandlung einige Wochen nach der Haarverpflanzung angewendet, ist keine örtliche Betäubung notwendig. Die Nadeln sind so fein, dass die Behandlung nicht als schmerzhaft empfunden wird.

Vorteile der PRP-Behandlung nach der Eigenhaarverpflanzung

Die PRP Therapie nach der Haartransplantation hat einige Vorteile:

  • keine Einnahme von Medikamenten erforderlich (nach der Haarverpflanzung müssen Sie jedoch ein Antibiotikum einnehmen, um Infektionen zu verhindern)
  • Aktivierung der körpereigenen Stammzellen, um das Haarwachstum zu fördern
  • höhere Haardichte im Spender- und Empfängerbereich der Haare
  • höhere Anwuchsrate im Transplantationsbereich.

Im Spenderbereich der Haare kann es zu einem Shock Loss kommen. Die Haare rund um die Entnahmestellen können ausfallen. Wird die Haartransplantation fachgerecht ausgeführt, ist ein Shock Loss wesentlich seltener. Sollte es zu einem Shock Loss kommen, wachsen die Haare in der Regel wieder nach. Mit der PRP Behandlung nach der Haarverpflanzung wird das Nachwachsen der Haare bei einem Shock Loss gefördert. Die PRP-Behandlung ist nachhaltig. Das bessere Haarwachstum und die höhere Haardichte können über ungefähr drei Jahre anhalten. Danach kann eine Auffrischung erfolgen.

Wie Sie die Wirkung der PRP-Behandlung unterstützen können

Direkt nach der Haarverpflanzung können Sie die Wirkung der PRP-Behandlung unterstützen, indem Sie mindestens zehn Tage lang auf Rauchen und Alkohol verzichten. Die Haare können Sie 48 Stunden nach der Haarverpflanzung zum ersten Mal waschen. Vor dem Waschen tragen Sie eine Lotion auf, die Sie etwa 45 Minuten einwirken lassen. Die Lotion spülen Sie aus. Anschließend waschen Sie die Haare mit einem Spezialshampoo. Beim Auftragen von Lotion und Shampoo sowie beim Waschen sollten Sie nicht rubbeln, da die Haare ausgerissen werden könnten. Sie sollten zum Trocknen der Haare keinen Föhn verwenden und sollten Hitze vermeiden.

PRP-Behandlung als Doping für Kopfhaut und Haare

Die PRP-Behandlung nach der Haarverpflanzung wird auch als Doping für Kopfhaut und Haare oder als Vampir-Lifting bezeichnet. Einige Leistungssportler verwenden eine PRP-Behandlung als Doping. Sie lassen sich aufbereitetes Eigenblut in den Körper spritzen.

Haben Sie eine Haartransplantation hinter sich und eine PRP Therapie nach der Haartransplantation ausführen lassen, profitieren Sie schon bald von einem schönen Haarwuchs. Die transplantierten Haare fallen nicht aus, da sie vom Hinterkopf entnommen wurden. Diese Haare sind resistent gegen Dihydrotestosteron, das für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich ist. Möchten Sie dauerhaft von schönem Haar profitieren, sollten Sie eine PRP-Behandlung nach einigen Jahren wiederholen.

Fazit: PRP Behandlung nach der Haarverpflanzung – Doping für die Haare

Das Haarwachstum kann mit einer PRP Therapie nach der Haartransplantation gefördert werden. Die transplantierten Haare fallen aus, was völlig normal ist. Die PRP-Behandlung mit Eigenblut kann direkt im Anschluss an den Eingriff erfolgen. Sie erhöht die Anwuchsrate der transplantierten Haare und sorgt dafür, dass die Haare im Transplantationsbereich schneller wieder nachwachsen. Die PRP-Behandlung mit plättchenreichem Blutplasma stimuliert die Haarfollikel, fördert die Wundheilung und beschleunigt den Heilungsprozess. Einige Wochen nach der Haarverpflanzung sollten Sie die PRP-Behandlung wiederholen, um die Wirkung zu verbessern.