Haartransplantation Preise im Vergleich

Haartransplantation Preise – Haarausfall kann die Betroffenen stark belasten. Dabei ist er in jungem Alter besonders einschneidend.

Oft sind genetische Voraussetzungen die Ursache, die zu beeinflussen nahezu unmöglich ist. Doch schütteres Haar, Geheimratsecken oder gar eine mögliche Glatze werden als unangenehm empfunden und schädigen häufig das Selbstbewusstsein.

So stellt sich die Frage: wie kann hierauf reagiert werden? Welche Maßnahmen helfen?

Auf herkömmliche Mittel ist kaum Verlass

Wer sich mit dem Thema beschäftigt, stellt bald fest: der Markt bietet eine Vielzahl an Optionen. Einerseits wird mit Hausmitteln und Kräutertinkturen, wie Knoblauch-Zitronen-Sud geworben.

Auch bekannt sind Präparate und Shampoos aus der Werbung, die direkt auf den betroffenen Kopfbereich aufgetragen werden sollen. Doch wie effektiv, hilfreich und gefahrlos diese sind, lässt sich anzweifeln.

Eine weitere Möglichkeit stellen Tabletten, oft mit hormonellen Wirkstoffen dar, wobei hier ähnliche Gegenargumente anführbar sind. Der letzte Ausweg ist manchmal das tragen einer Perücke.

Dies ist jedoch aufwendig und oft unangenehm, dabei kann es das Selbstwertgefühl kaum angemessen wiederherstellen.

Moderne Medizin und Innovation bieten eine dauerhafte Lösung

Das Haar soll wieder voller sein.

Schon seit einigen Jahren werden hier operative Behandlungen der Haartransplantation eingesetzt. Was anfangs eitel und verpönt war, ist heute zumeist als nachvollzogene Option zur Behandlung der Haarsituation anerkannt.

Ob dies nun nach einem Unfall, aufgrund erblich bedingten Haarausfalls, Hauterkrankungen oder anderen Gründen genutzt wird, ist dabei unbedeutend.

Auch wenn der Begriff der Haartransplantation bekannt ist, fehlt häufig eine genauere Vorstellung von der genauen Behandlungsart und den Möglichkeiten, Kosten und Risiken, die sie bietet und darstellt. Im Folgenden soll dies geklärt werden.

Was ist Haartransplantation?

Bei einer Haartransplantation werden im Allgemeinen gesunde Haarwurzeln des eigenen Körpers entnommen und am betroffenen Bereich wieder eingesetzt. Aufgrund dessen trägt sie auch den Namen „Eigenhaartransplantation“.

Der Eingriff ist, abgesehen von der Transplantation von Augenbrauen oder Wimpern, ein kosmetischer Eingriff. Die Entnahme sowie das Einsetzen erfolgen unter lokaler Betäubung und werden von einem Arzt und Schwesternteam betreut.

Durch dies und die vorherige Besprechung und Beratung durch einen Arzt kann hier eine individuell auf die Ziele des Patienten abgestimmt Behandlung erreicht werden.

Tatsächlich erscheint das Haar bis zu einer Haardichte von ca. 50% weniger als noch dicht, weshalb bei der letztendlichen Operation auch diese als zu erreichendes Ziel angesetzt wird.

Der Erfolg ist bei dieser Technik nahezu sicher, sie ist an einem Tag durchzuführen und hält ein Leben lang.

Welche Formen gibt es?

Bei der Behandlung werden zwei Techniken hauptsächlich eingesetzt. Die FUT (Follicar Unit Transplantation) Technik ist durch die Haustrennung eines Haarstreifens gesunden Haares, aus dem die Follikel, das heißt die gesunden Haarwurzeln, daraufhin entnommen und zur weiteren Nutzung präpariert werden.

Dieser Streifen hat etwa eine Breite von 1 bis 2 cm, wird im Verlauf der Operation genäht und kann damit eine sichtbare Narbe hinterlassen, weshalb diese Form heute seltener angewandt wird.

Stattdessen ist die FUE Methode (Follicar Unit Extraction) vorrangig in Nutzung. Wie der Name schon andeutet werden hier die Follikel in einzelnen Bündeln unter Zuhilfenahme von Hohlnadeln extrahiert und darauf gleichermaßen präpariert.

Die kleinen Entnahmewunden verheilen hierbei von selbst.

Wie werden Haare transplantiert?

Bereits vor der eigentlichen Transplantation sollten in einem Beratungsgespräch die Wünsche des Patienten, sowie die Möglichkeiten einer angestrebten Behandlung geklärt und Details, wie beispielsweise die genau Positionierung der neuen Haarlinie, besprochen werden.

Nachdem wie im letzten Absatz beschriebenen Entnehmen der Haarfollikel vom Hinterkopf, werden diese unter dem Mikroskop in einer gekühlten Lösung feucht gehalten und präpariert.

Dazu werden ungeeignete Wurzeln (Units) aussortiert und die einzelnen ein bis fünf Haare enthaltenden Units getrennt und sortiert. Zum Einsetzen wird der gesamte Vorderkopf ebenfalls betäubt.

Daraufhin werden dort etwa poren-große Kanäle, ebenfalls mit der FUE Methode gesetzt und die vorbereiteten Follikel in diese eingepflanzt. Sie heilen von selbst ein und müssen nicht fixiert werden.

Der Arzt führt die Behandlung hier präzise aus und achtet zum Beispiel darauf, das feine Haarstränge den Ansatz bilden, um ein natürliches Ergebnis zu erhalten.

Eine Sitzung kann mehrere Stunden dauern, wobei ca. 500 bis 2000 Haartransplantate versetzt werden.

Haartransplantation Preise und wie werden diese berechnet?

Preise sind je nach Land unterschiedlich

Die Haartransplantation Preise werden nicht nach der behandelten Fläche sondern nach der Anzahl der versetzten Transplantate berechnet. Es ist vom Arzt abhängig in welcher finanziellen Spanne der Patient sich letztendlich bewegt.

In Deutschland ist etwa mit 2000 bis 10000 Euro pro Behandlung zu rechnen, wobei bedacht werden muss dass sich die Haartransplantation Preise für einen Folgeeingriff wiederholen.

Auch die gewählte Methode wirkt sich auf die Haartransplantation Preise aus. So ist die Behandlung mit der kosmetisch auffälligeren FUT Technik günstiger als mit der FUE Form.

Geheimratsecken kosten beispielsweise mit der FUT in einer Klinik 3000 Euro, dagegen mit der FUE Anwendung 5000 Euro.

Gibt es Unterschiede in verschiedenen Ländern?

Vor allem im Ausland werden Behandlungen teils zu deutlich geringeren Kosten angeboten. Dabei sind Behandlungen in der Türkei oder die günstigen Preise in Polen häufig im Netz zu finden.

Oft stellen Privatpersonen hier ihre positiven Erfahrungen dar oder die Institution selbst zeigt sich mit fantastischen Referenzen. Auch wenn hier sicher einige seriöse Anbieter zu finden und Schnäppchen zu machen sind, ist Vorsicht geboten.

Eine eindeutige Behandlungsvereinbarung mit allen Kosten und einer Zukunftsanalyse über Erfolg und mögliche weitere Eingriffe ist hier zwingend bei einem Beratungsgespräch zu treffen.

Zudem ist eine reibungslose Kommunikation zwischen Arzt und Patient notwendig, was bei Sprachdifferenzen zu einem Problem werden kann. Des weiteren ist der Rechtsschutz bei Komplikationen im Ausland meist weniger gegeben und ein erneutes Aufsuchen des Arztes nicht möglich.

So kann es letztendlich häufig zu Mehrkosten als wahrem Ersparnis kommen. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, investiert besser in deutsche Ärzte beispielsweise die vielen Spezialisten in Berlin oder im Ruhrgebiet.

Übernimmt die Krankenkasse Kosten?

Wie bereits zuvor erwähnt, handelt es sich bei der Behandlung um einen ästhetischen Eingriff, weshalb die Haartransplantation Preise oft selbst zu zahlen sind und nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Wird der kosmetische Eingriff jedoch in Folge eines Unfalls oder in Verbindung einem belastenden psychischen Zustand ausgeführt, zeigen einige Kassen Kulanz und übernehmen einen Teil der Kosten.

Ausnahme stellen Verpflanzungen von Augenbrauen und Wimpern dar, da diese Operationen oft notwendig sind.

Welche Risiken stellt eine Haartransplantation dar?

Zunächst stellt sich womöglich die Frage, ob Schmerzen bei der Behandlung zu erwarten sind. Für die Operation wird eine umfassende Betäubung eingesetzt, sodass der Patient von ihr nichts spürt.

Dies ist auch notwendig, da sehr präzise Arbeiten ausgeführt werden müssen (in Bereichen kleiner als ein Millimeter) und somit schon die kleinste Bewegung oder ein Schmerzzucken Fehler bedeuten kann.

Eine Haartransplantation gehört allgemein zu den komplikations- und risikoarmen Eingriffen. Einerseits ist die angewandte Betäubung nur eine örtliche, zudem ist auf der gut durchbluteten Kopfhaut die Infektionsgefahr für Keime und Bakterien gering.

Zu den zu erwartenden Nachwirkungen gehören jedoch Rötungen und Schwellungen, welche bis ins Gesicht reichen können, jedoch nicht als gefährlich eingestuft werden müssen und nach ca. fünf Tagen abklingen, sowie Verkrustungen an den Einsatzstellen der Follikel, die nach spätestens zehn bis vierzehn Tagen abheilen.

Auch Gefühlsstörungen treten bei einigen Patienten auf, verschwinden jedoch nach wenigen Tagen wieder.

Welche Ärzte dürfen Haartransplantationen durchführen?

In Deutschland sind die Bedingungen für das Durchführen einer Haartransplantation klar geregelt.

Expertenvereinigungen setzten fest, das der Arzt eine Facharztanerkennung eines operativen Faches besitzen muss, was HNO-Ärzte, Chirurgen und Gynäkologen einschließt, sich im Umgang mit möglichen Komplikationen auskennen und entsprechende Kurse und Praxiserfahrungen absolviert haben sollte.

Auch mindestens eine der assistierenden Krankenschwestern muss mit der Prozedur vertraut sein.

Dies gilt jedoch nur für deutsche Ärzte. Im Ausland sind die Bedingungen anders, weshalb hier gründlich geprüft und recherchiert werden sollte.

Wie groß ist die Erfolgschance der Behandlung?

Zunächst ist zu beleuchten das nach der Operation verschiedene Phasen zu erwarten sind. Nachdem die Krusten nach ca. vierzehn Tagen verheilt sind, beginnen die Haare der verpflanzten Haarwurzeln auszufallen, woraufhin diese sich in eine Art „Ruhephase“ begeben. Diese dauert etwa drei Monate an.

Erst danach beginnen die Haare in den behandelten Bereichen zu wachsen. Nach sechs Monaten sollte sich zeigen ob der Eingriff von Erfolg gekrönt war.

Nahezu 100% der Haarfollikel wachsen auf gesunder Kopfhaut an und selbst unter schlechten Bedingungen beträgt die Quote noch ca. 80%. Soll die Operation nur eine Verdichtung der Haare erreichen, genügt meist ein Eingriff.

Andernfalls wird sechs Monate nach der ersten Behandlung eine weitere durchgeführt um das Ergebnis zu perfektionieren.

Die Erfolgschance ist somit groß das nach neun bist zwölf Monaten eindeutige Ergebnisse der Transplantation zufriedenstellend sichtbar sind.

Gibt es Unterschiede bei Mann & Frau?

Eine Haartransplantation empfiehlt sich meist erst dann wenn sicher davor ausgegangen werden kann das der Haarausfall nicht rapide zunimmt oder der Effekt des Eingriffes zunichte gemacht wird.

Bei Frauen liegt der Grund dünner werdenden Haares viel öfter in hormonellen Schwankungen oder psychischer und körperlicher Belastung, weshalb in einigen Fällen, anders als bei Männern, gegen ihn vorgegangen werden kann. In einigen Fällen ist auch die Transplantation eine gute Option.

Männer neigen häufig zu Glatzenbildung und Geheimratsecken, deren Behandlung durch den Eingriff optimal vorgenommen werden kann.

Besonders im Netz sind viele Erfahrungsberichte und persönliche Beschreibungen zu finden. Dabei stellt sich schnell heraus das viele Patienten positive Erfahrungen mit der Behandlung gemacht haben und sich ihre Situation deutlich verbessert hat.

Mit etwas Zeit und Recherche kann der Interessierte dies selbst nachvollziehen.

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