Haartransplantation Erfahrungen

Haartransplantation Erfahrungen – Unsere Haare haben schon seit Jahrtausenden eine ganz besondere Bedeutung. In vielen Bevölkerungen gilt die Haarpracht als Sitz der Seele. Haare stehen in einigen Religionen für körperliche Stärke und Lebenskraft.

Eine Frisur ist vielmehr als ein äußerliches Merkmal. Es ist eine Möglichkeit seine Persönlichkeit nach außen zu drücken. Extrovertierte Menschen werden häufig mit einer auffälligen Haarpracht verbunden. Auch persönliche Vorlieben und Modeexperimente können über die Haare ausgelebt werden.

Aber nicht nur das. Mehrere Studien haben bereits bewiesen, dass die Haare großen Einfluss auf die Partnerwahl haben. Viele Männer bevorzugen an Ihrer Partnerin lange Haare. Ein kahlköpfiger Mann gilt für die meisten Frauen schnell als unattraktiv oder wird wesentlich älter eingeschätzt.

 

Wenn Haare ausfallen hat das meist einen erheblichen Einfluss auf die gesamte Lebensqualität. Haarausfall wird von vielen Betroffenen mit Scham

verbunden. Auch psychische Probleme wie Depressionen und ein vermehrter Rückzug aus der Gesellschaft sind keine Seltenheit.

Meist wird verzweifelt nach einer Lösung gesucht, zunächst auch mit konservativen Methoden. Eine Haarverdichtung ist für viele die letzte Anlaufstelle. Eine Transplantation kommt vor allem dann in Frage, wenn es sich um eine Alopezie handelt. Haartransplantation Erfahrungen können Betroffenen helfen, richtig zu entscheiden.

Welche Möglichkeiten gibt es, dem Haarausfall entgegenzuwirken?

Zunächst muss eine Ursachenforschung betrieben werden. Was ist der Grund für den Haarausfall? Nur wenn der Auslöser feststeht, kann eine gezielte Therapie stattfinden.

Anlagebedingter Haarausfall

Nicht selten spielt die Genetik eine wichtige Rolle. Eine androgenetische Alopezie ist der häufigste Grund für Haarausfall. Bei Verdacht kann eine Hormonsprechstunde, ein Haarspezialist oder eine klinische Sprechstunde aufgesucht werden. Auch ein Hausarzt kann weiterhelfen.

Ist der Haarausfall genetisch bedingt, kann der Ausfall mit Mitteln wie Regaine und Finasterid gestoppt werden.

Haarausfall beeinträchtigt die Lebensqualität

Finasterid hat einen Einfluss auf die männlichen Hormone. Diese sind meist Auslöser für einen Haarausfall. Durch kontinuierliches Auftragen der Salben auf die Kopfhaut kann das Haarwachstum deutlich gestärkt werden.

Auch Minoxidil hat einen positiven Einfluss auf das Wachstum. Wenn die Haare nicht komplett ausgefallen waren, wirken die Mittel besonders gut.

Die Behandlung muss allerdings konsequent durchgeführt werden. Sind die Haare bereits komplett ausgefallen, ist eine Haartransplantation oftmals die letzte Lösung.

Diffuser Haarausfall

Bei diffusem Haarausfall ist das gesamte Haar betroffen, dass macht auch eine Transplantation so schwierig. Männer und Frauen verlieren die Haare an unterschiedlichen Stellen.

Der Ausfall ist meist auf ein schwaches Immunsystem, Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma oder gar Tumore zurückzuführen. Auch eine nicht funktionierende Magen-Darmflora kann Ursache für den Ausfall sein.

Auslöser können Faktoren wie Stress oder eine schlechte Ernährung sein. Oftmals wird hier mit einem ganzheitlichen Ansatz gearbeitet. Ein ausgeglichener Vitaminspiegel kann zur sofortigen Besserung führen. Eine Transplantation kommt bei diffusem Haarausfall kaum in Frage. Vielmehr ist eine Änderung des Lebensstils die richtige Lösung.

Bevor eine Behandlung mit den oben genannten Mittel stattfindet muss eine genaue Diagnostik erfolgen. Außerdem sollte die Einnahme der Medikamente unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Ein Arzt kann Ihnen genaue Auskunft über Risiken, Nebenwirkungen Behandlungsdauer und Investitionskosten geben.

Was ist Haartransplantation?

Eine Transplantation ist immer dann sinnvoll, wenn kahle Stellen oder komplett haarlose Gebiete bestehen. Der Eingriff zählt als kosmetische Behandlung, sollte aber von einem Chirurgen professionell durchgeführt werden.

Während des Eingriffes werden bestehende Haarwurzeln in das kahle Areal umgesiedelt. Es findet also lediglich eine Umverteilung der Wurzeln statt. Entgegen der Annahme, die Transplantation findet mit Kunsthaar statt, stammt die Haarspende immer vom Betroffenen selbst.

Regaine unterstützt den Haarwachstum

Deshalb bezeichnet man die Behandlung auch als Eigenhaartransplantation. Die Wurzeln können auch der Verdichtung von Augenbrauen oder Schambehaarungen dienen.

Die gespendeten Haarfollikel müssen gesund sein. Da der Eingriff als kosmetische Behandlung zählt, müssen die Kosten meist selbst getragen werden. Besteht eine Notwendigkeit einer Wimper- oder Augenbrauentransplantation, zählt dies als medizinischer Eingriff.

Augenbrauen und Wimpern dienen als Schutz vor Schweiß und Dreck und sind somit medizinisch notwendig.

Welche Formen der Haartransplantation gibt es?

Follicular Unit Extraction (FUE)

Die aktuell schonendste Form der Transplantation ist die „Follicular Unit Extratction“ (FUE). Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren.

Der Name der Behandlung leitet sich aus dem Haarbündel ab. Menschenhaare wachsen stets in Bündeln, auch als follikuläre Einheiten bezeichnet. Die Behandlungstechnik basiert auf diesem Prinzip. Dabei entnimmt der Arzt stets ein komplettes Haarbündel und keine einzelne Wurzel.

FUT (Streifentechnik)

Eine etwas ältere Methode ist die Streifentechnik, auch FUT genannt. Die Methode wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt.

Dabei wird ein bewachsener Haarstreifen, meist am Hinterkopf aus der Kopfhaut herausgeschnitten. Der Hautstreifen kann bis zu 20 Zentimeter lang und einen Zentimeter breit sein.

Die offene Wunde muss anschließend geklammert oder genäht werden. Die Haarfollikel werden aus diesem Streifen gewonnen und sorgfältig präpariert. Anschließend werden sie in die zu besiedelnde Stelle hineingepflanzt.

Aktuell werden noch 90 Prozent aller Eingriffe mit dieser Methode durchgeführt.

Punch-Methode

Sie zählt als älteste Form der Transplantation und wird heute nicht mehr angewandt. Die Transplantate waren bis zu 4 mm groß und haben das Ergebnis unnatürlich erscheinen lassen. Auch die Vernarbung der entnommenen Stelle spricht gegen dieses Prinzip.

Wie werden Haare transplantiert?

Eine Behandlung muss gut vorbereitet sein und beginnt stets mit der Markierung der Haarlinie. Eine einzelne Sitzung beschränkt sich auf die Transplantation von maximal 2000 Wurzeln.

Werden mehrere Wurzeln benötigt, sind Folgeeingriffe notwendig. Unmittelbar vor dem Eingriff muss der zu behandelnde Bereich komplett kahl rasiert werden.

Eine Transplantation besteht immer aus drei Phasen: Entnahme, anschließende Lagerung und das Einsetzen der Haarwurzel. Unabhängig von der gewählten Methode erfolgt das Einpflanzen der Haare relativ ähnlich.

So müssen die Kanäle zunächst vorbereitet werden, um die Haarfollikel anschließend mit einer Pinzette sorgfältig an den richtigen Ort zu setzen. Der wesentliche Unterschied in den Verfahren liegt bei der Haarentnahme.

Transplantation nach FUE

Nach der Transplantation sieht das besser aus

Bei dieser Methode verwendet der Chirurg sogenannte Hohlnadeln. Dank der Nadeln kann der Arzt die Haut um die Haarwurzel herum gut durchtrennen. Mit Hilfe von Pinzetten können die Wurzeln anschließend herausgezogen werden. Bei einem minimalinvasiven Eingriff müssen die entnommenen Stellen nicht zugenäht werden.

Die entnommenen Wurzeln müssen unbedingt in kühlen Lösungen befeuchtet werden. Sobald die Haarfollikel trocknen sterben sie ab und sind somit unbrauchbar. Nicht alle Wurzeln sind geeignet.

Ungeeignete Entnahmen werden aussortiert. Bevor die Haare eingesetzt werden muss ein Kanal geschaffen werden. Das funktioniert ebenfalls über sehr feine Nadeln. Die Haarwurzel wird direkt in den Kanal eingepflanzt und verfestigt sich von alleine.

Transplantation nach FUT (Streifentechnik)

Die Streifentechnik wird bereits wesentlich länger angewandt. Dabei läuft das Ganze wie folgt ab: Der Chirurg schneidet einen bewachsenen Hautstreifen aus der Kopfhaut heraus. Die entnommene Stelle muss im Vergleich zum minimalinvasiven Eingriff genäht und verschlossen werden.

Der Hautstreifen wird dann unter dem Mikroskop entsprechend präpariert. Der Streifen wird in mehrere kleine Streifen zerteilt, man bezeichnet diese Streifen auch als „Donorstrips“, um sie anschließen in weitere Einheiten zu zerlegen.

Auch diese Haarfollikel müssen unbedingt gekühlt werden und in einer sterilen Lösung aufbewahrt werden.

Diese Methode ist bei einigen Ärzten mittlerweile umstritten, da die entnommenen Stellen vernarbt zurückbleiben. Die FUE-Methode arbeitet weitaus schonender.

Was sind die Kosten einer Haartransplantation?

Die Kosten für eine Transplantation werden in der Regel pro Graft berechnet. Graft steht hierbei für das Transplantat.
Je mehr Grafts benötigt werden, desto höher der Preis. Pro Graft wird in Deutschland zwischen drei und vier Euro verlangt.

Je nach Klinik können die Kosten für eine Transplantation zwischen 1600 und 6000 Euro betragen.

Auch die angewandte Technik bestimmt den Preis. Um die Entnahme der FUE Methode zu beschleunigen, wird häufig ein Roboter zur Hilfe genommen. Der Einsatz dieser Instrumente erhöht den Endpreis.

Der Roboter kommt in Deutschland bisher nur bei 13 Ärzten zum Einsatz. Man bezeichnet diesen Roboter auch als „ARTAS“.

Die meisten Ärzte verwenden heute die FUE-Methode, daher ist ein Preisvergleich recht einfach.

Gibt es Unterschiede in verschiedenen Ländern?

Im Ausland kann eine Haartransplantation zwar günstiger sein, dass Verfahren muss aber unbedingt höchst steril ablaufen und von einem qualifizierten Chirurgen durchgeführt werden.

Außerdem ist zu bedenken, dass Fixkosten wie Anreise und Unterkunft die Einsparung der Transplantation zunichte machen können. Eine anfängliche Ersparnis ist bei genauerem Hinblick meist teurer als eine Behandlung in Deutschland.

Dennoch ist zu erwähnen, dass beispielsweise in der Türkei, lediglich 1,89 Euro pro Graft berechnet werden. Die Transplantation ist somit um die Hälfte billiger als in Deutschland.

Erfahrungswerte Haartransplantation

Viele Betroffene berichten darüber, dass sie nach der Transplantation deutlich an Lebensqualität gewonnen haben. Sie werden jünger geschätzt, als attraktiver angesehen und fühlen sich psychisch gestärkt.

Allerdings benötigt es für eine Transplantation Geduld und Ausdauer. Auch die Kosten werden von vielen Betroffenen als Belastung angesehen. Folgebehandlungen sind meist nicht auszuschließen.

Je nach Verfahren kann es nach der Behandlung zu unschönen Narben und Blutungen kommen.

Die meisten Transplantationen, rund 70 Prozent, werden aufgrund von anlagebedingtem Haarausfall (Alopezie) ausgeführt.

Wo findet man aussagekräftige Erfahrungsberichte?

Im Internet kursiert eine Vielzahl von Berichten über Haartransplantation Erfahrungen. Meist sind die Berichte auf den Seiten der Kliniken und Ärzte selbst zu finden. Haartransplantation Erfahrungen werden in der Regel von Vorher-Nachher Bildern und persönlichen Geschichten der Betroffenen begleitet.

Auf einzelnen Seiten kann auch gefiltert gesucht werden. Verfahren, Alter, Geschlecht und Behandlungsbereich können ausgewählt werden, um dann gezielt nach Erfahrungsberichten für das „individuelle“ Problem zu suchen.

Welche Möglichkeiten gibt es, um sich mit Betroffenen auszutauschen?

Haartransplantation Erfahrungen sind für viele Betroffene wichtig. Schließlich handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff.

Ein Haarausfall Forum dient als Plattform für Informationen von Menschen mit ähnlichen Problemen. Die meisten Plattformen sind thematisch unterteilt. So kann jeder Betroffene zunächst seine eigene Sparte herausfiltern.

Für viele Leidende sind Foren ein wichtiger Bestandteil Ihrer Krankheitsgeschichte. Der Austausch liefert schnelle Informationen, Ratschläge und Trost. Außerdem können Foren einen positiven Einfluss auf die Psyche des Betroffenen nehmen.

Haartransplantation Erfahrungen können Ängste, die vor einer Transplantation entstehen können, mit Hilfe von Informationen erfolgreich beseitigen. Sämtliche Fragen können hier schnell und einfach von anderen Betroffenen beantwortet werden.

Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass andere Betroffene keine Mediziner sind und das Ganze nie ohne ärztliche Aufsicht erfolgen sollte.

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