Haarausfall durch Creatin betrifft vor allem Menschen, die zu erblich bedingtem Haarverlust neigen. Ebendiese sollten ihre Haarlinie stets genau im Blick behalten. Wird das Haar nach der Einnahme des Mittels merklich dünner, sollten Sie dieses absetzen und sich an einen Arzt wenden. Denn in diesem Fall gilt es, Langzeitfolgen zu vermeiden.

Wie wird Haarausfall durch Creatin verursacht?

Creatin ist vor allem bei Menschen, die Muskelaufbau betreiben, beliebt. Es handelt sich hierbei um ein Mittel, das dafür sorgt, dass sich die Muskulatur nach einem anstrengenden Training schnell erholt. So können Sie im Sport mehr Leistung erbringen. Allerdings kann es in einigen Fällen zu Haarausfall durch Creatin kommen.

Nehmen Sie also dieses Mittel ein, sollten Sie Ihre Haarlinie genau im Blick behalten. Dünnt das Kopfhaar nach Beginn der Einnahme merklich aus oder bilden sich gar kahle Stellen, sollten Sie sich sofort zum Arzt begeben. Auch ist es in diesem Fall ratsam das Creatin erst einmal abzusetzen. Mitunter müssen Sie nicht vollständig darauf verzichten. Doch lassen Sie sich diesbezüglich am besten von einer Fachkraft beraten.

Darum verursacht die Substanz Haarverlust

Creatin ist kein rein künstliches Nahrungsergänzungsmittel. Es handelt sich hierbei nämlich um eine Substanz, die Ihr Körper selbst in der Bauchspeicheldrüse, den Nieren und der Leber bildet. Der Inhaltsstoff ist des Weiteren in einigen Nahrungsmitteln wie Muskelfleisch enthalten. Wollen Sie Ihre Leistung steigern und Ihr Erscheinungsbild verbessern, können Sie dies durch die zusätzliche Einnahme von Creatin in Form von Tabletten erreichen.

Über die Wirkung des Mittels liegen noch keine detaillierten Studien vor. Daher geht die Meinung von Wissenschaftlern und Ärzten zu jenem Inhaltsstoff auseinander. Fakt ist jedoch, dass durch die Einnahme Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit und Haarverlust auftreten können. Diese müssen aber nicht bei jedem Anwender auftreten. Zu den unerwünschten Begleiterscheinungen kommt es aber in erster Linie dann, wenn Sie zu große Mengen von Creatin verzehren. Aus diesem Grund sollten Sie sich stets an die tägliche Tagesdosis halten.

Tritt bei Ihnen trotzdem Haarausfall durch Creatin auf, müssen Sie die Ursache durch einen Arzt abklären lassen. Immerhin besteht in diesem Fall auch die Möglichkeit, dass Ihr Leiden durch eine Krankheit verursacht wird.

So macht sich der Verlust des Kopfhaars bemerkbar

Creatin steht im Verdacht, die Ausschüttung des Hormons Dihydrotestosteron zu fördern. Hierbei handelt es sich um ein Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons. Liegt ein genetisch bedingter Haarverlust vor, lagert sich dieses an den Haarwurzeln an und führt dort zu dauerhaften Schäden.

Es kommt dadurch zu einer Verkürzung der Wachstumsphase, bis die Haarwurzeln schließlich komplett absterben. An den betroffenen Stellen wachsen also keine Haare mehr nach. Wird vermehrt Dihydrotestosteron ausgeschüttet, muss dies nicht unbedingt zu Haarausfall führen. Allerdings kann das Hormon einen bereits vorhandenen Haarverlust verstärken – dies gilt vor allem dann, wenn das Leiden erblich bedingt ist.

Liegt Haarausfall durch Creatin vor, macht er sich im Anfangsstadium durch eine hohe Stirn bemerkbar. Zu Beginn fallen Ihnen die Haare an den Geheimratsecken vermehrt aus. Schreitet das Leiden weiter vor, lichtet sich das Kopfhaar schließlich an der Tonsur am Oberkopf. Bei einigen Betroffenen bildet sich sogar eine Vollglatze.

Leiden Sie nicht unter erblich bedingtem Haarausfall, laufen Sie in der Regel nicht Gefahr, durch die Einnahme von Creatin Haare zu verlieren. Allerdings sind rund 80 Prozent der Männer von diesem Leiden betroffen. Aus diesem Grund sollten vor allem Personen männlichen Geschlechts ihre Haare im Blick behalten.

Kann das Mittel auch die Haare von Frauen schädigen?

Bisher gibt es keine Nachweise, dass Creatin Haarausfall bei Frauen verursachen kann. Diesbezüglich ist aber anzumerken, dass ein kleiner Prozentsatz von ihnen auch einen erblich bedingten Haarverlust entwickelt. In diesem Fall kann das Nahrungsergänzungsmittel das bestehende Leiden verstärken.

Bemerkbar macht sich der Haarausfall in diesem Fall durch einen immer größer werdenden Scheitel. Schreitet er weiter voran, wird durch das Haar irgendwann die Kopfhaut sichtbar.

Allerdings wird Creatin überwiegend von Männern verwendet. Es ist dadurch nur ein sehr kleiner Prozentsatz an Frauen von diesem Problem betroffen.

So ist beim Verlust das Kopfhaar vorzugehen

Haben Sie den Verdacht, dass bei Ihnen Haarausfall durch Creatin vorliegt, sollten Sie sich sofort in Behandlung begeben. Ein Arzt wird sich zuerst die Haarstruktur und Ihre Kopfhaut ansehen. Denn es ist bei diesem Leiden wichtig, andere Ursachen auszuschließen.

Im nächsten Schritt führt ein Spezialist ein sogenanntes Trichogramm durch. Dabei ist es ihm möglich, sowohl den Verlauf des Haarausfalls als auch den Zustand der Haarwurzeln genau zu analysieren. Auf diese Weise kann Ihnen der Experte Tipps für die weitere Behandlung geben.

Mit einer Haartransplantation kahle Stellen verdecken

Der erblich bedingte Haarverlust lässt sich mit konservativen Mitteln nicht rückgängig machen. Es besteht aber die Möglichkeit, die haarlosen Bereiche mittels Eigenhaarverpflanzung aufzufüllen. Damit sich der Eingriff durchführen lässt, müssen auf Ihrem Hinterkopf ausreichend Spenderhaare vorhanden sein.

Kommt die Behandlung für Sie infrage, wird Sie die Fachkraft über das Ergebnis aufklären. Denn für den dauerhaften Behandlungserfolg ist die richtige Erwartungshaltung des Patienten essenziell. Auf Wunsch lässt Ihnen die Klinik auch einen unverbindlichen Kostenvoranschlag zukommen.

Die Operation lässt sich heute sanft durchführen und gilt als gut verträglich. Denn die Entnahme der Grafts vom Hinterkopf erfolgt mit einer Hohlnadel. Auch das Einsetzen der Haare lässt sich mittels kleiner Werkzeuge so bewerkstelligen, dass nur kleine Wunden entstehen. Mit einer Narbenbildung müssen Sie nicht rechnen.

Fazit – professionelle Unterstützung ist essenziell

Tritt bei Ihnen Haarausfall durch Creatin auf, dürfen Sie das Leiden nicht auf eigene Faust behandeln. Sie sollten sich dabei stets an eine Fachkraft wenden. Nur so finden Sie heraus, ob der Haarverlust tatsächlich durch die Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels verursacht wird.

Da jene Form des Haarausfalls in den meisten Fällen erblich bedingt ist, lässt sich die Erkrankung nicht mit konservativen Methoden behandeln. Eine Eigenhaarverpflanzung kann aber dafür sorgen, dass an den kahlen Bereichen wieder Haare wachsen. Lassen Sie sich diesbezüglich aber von einer Fachkraft über Ihre Möglichkeiten beraten.