Haarausfall am Haaransatz stellt für die Betroffenen häufig eine enorme Belastung dar, da er für Außenstehende deutlich zu erkennen ist. Der Haaransatz an der Stirn bestimmt maßgeblich die allgemeine Ausstrahlung und die Symmetrie eines Gesichts. Aus diesem Grund lässt ein hoher Haaransatz oftmals das Selbstbewusstsein schwinden.

Von einer zunehmend hohen Stirn können sowohl Frauen als auch Männer betroffen sein. Der Verlust der Haare im Stirnbereich muss nicht immer dauerhaft sein. Doch welche Ursachen liegen dieser Form des Haarausfalls zugrunde?

Die häufigste Ursache für einen zurückweichenden Haaransatz bei Männern, die sogenannte Stirnglatze, ist der erblich bedingte Haarausfall, die androgenetische Alopezie. Bei Frauen handelt es sich meistens nicht um eine androgenetische Alopezie, da sie sich mit einem anderen Erscheinungsbild zeigt.

Mitunter ist die Ursache für den Verlust der Haare im Stirnbereich sogar harmlos. Das kann beispielsweise ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen sein, der sich durch einen Übergang zu einer gesunden Ernährung schnell ausgleichen lässt.

Der Haarausfall am Haaransatz

Bei dieser Form des Haarschwunds ist der Ansatz der Haare betroffen. Die Haare fallen im Stirnbereich aus, wodurch der Verlust zu einer höheren Stirn führt. Ist der Verlust besonders stark ausgeprägt kann der Haarausfall am Haaransatz mit der Zeit zu einer Halbglatze führen.

Für die Betroffenen, vor allem für Frauen, ist ein zurückweichender Haaransatz ein kosmetisches Problem und daher nicht selten mit einer psychischen Belastung verbunden. Auch Männer leiden darunter, da dieses Erscheinungsbild von Haarverlust älter macht.

Bemerken Sie das Zurückweichen des Haaransatzes, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Er kann die Ursache ermitteln, indem er mit Ihnen ein Anamnesegespräch führt, Ihre Blutwerte prüft und sich Ihre Kopfhaut anschaut. Lässt sich die Ursache nur schwer ermitteln, kann er zusätzlich ein Trichogramm oder Trichoscan als Haaranalyse anfertigen.

Was sind die Ursachen für den Haarverlust am Haaransatz?

Für den Haarausfall in diesem Bereich des Kopfes gibt es zwei verschiedene Ursachen. Die Kopfhaut ist im Stirn- und Schläfenbereich wesentlich dünner als an anderen Stellen des Kopfes. Aus diesem Grund ist der Bereich besonders sensibel und somit anfälliger.

Dies kann zum Beispiel die Überbeanspruchung durch mechanische Reize betreffen aber auch die Sensibilität gegenüber Dihydrotestosteron. Eine Überempfindlichkeit gegenüber Dihydrotestosteron ist für den erblich bedingten Haarverlust verantwortlich.

Die mechanischen Ursachen

Wenn der Haarverlust im Stirnbereich durch mechanische Ursachen ausgelöst wird, sind hiervon meistens Frauen betroffen. Der Grund hierfür ist, dass diese häufiger langes Haar tragen und diese dementsprechend frisieren und stylen. Wenn der Haarverlust am Haaransatz mechanisch bedingt ist, bedeutet das, dass die Haare durch eine Überbeanspruchung geschädigt werden und letztendlich ausfallen.

Dies kann zum Beispiel durch die übermäßige Verwendung von Föhn, Glätteisen oder Lockenstab, aber auch durch sehr strenges Zusammenbinden zu einem Dutt oder Zopf ausgelöst werden. Bei mechanisch bedingtem Haarschwund fallen die Haare immer an den Stellen aus, die von der Überbeanspruchung betroffen sind.

Im Stirnbereich sorgen vor allem straff nach hinten gebundenene Zöpfe für eine enorme Beanspruchung der Haarwurzeln. Auch Männer mit langen Haaren, die diese häufig zusammenbinden, können betroffen sein. Dem zugrunde liegt, dass die Haare eine natürliche Wuchsrichtung haben. Durch das Frisieren wird diese häufig verändert und das Haar wird in eine andere Richtung gezwängt.

Dieses Vorgehen strapaziert Wurzeln der Haare enorm. Durch die ständige Belastung auf die Haarwurzeln verkrümmen sich diese. Hierdurch wird die Wachstumsphase verkürzt wodurch weniger Haare produziert werden.

Sobald Sie nach dem Lösen der Frisur Schmerzen auf der Kopfhaut feststellen, ist dies ein erstes Anzeichen dafür, dass die Wurzeln durch die Überbeanspruchung in Mitleidenschaft gezogen werden. Stellen Sie die Schmerzen fest, sollten Sie unbedingt handeln und sofort auf die straffen Frisuren verzichten.

Androgenetische Alopezie als Ursache

Bei Personen, die von erblich bedingtem Haarverlust betroffen sind, besteht eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel auf Dihydrotestosteron, wodurch sie geschädigt werden und schließlich vollständig absterben. Bei Männern, die von dieser Form des Haarverlusts betroffen sind, beginnen sich die Haare zunächst im Stirn- und Schläfenbereich zu lichten.

Die typischen Geheimratsecken entstehen und die Stirn wird höher. Im weiteren Verlauf zieht sich der Haarschwund dann schleichend über den gesamten Teil des vorderen Kopfes. Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Ursache von Haarausfall und betrifft immerhin ungefähr 80 Prozent der Männer. Schon um das 20. Lebensjahr können die Haare im Stirnbereich verstärkt ausfallen. Die Wahrscheinlichkeit einer androgenetischen Alopezie wird mit zunehmendem Alter immer größer.

Bei Frauen mit Haarausfall am Haaransatz ist die androgenetische Alopezie zumeist nicht die Ursache. Die androgenetische Alopezie tritt bei Frauen meistens verstärkt nach den Wechseljahren auf, da der Östrogenspiegel abnimmt. Bei Frauen mit erblich bedingtem Haarverlust fallen die Haare um den Mittelscheitel aus. Im weiteren Verlauf wird die Kopfhaut deutlich sichtbar. Nur in extremen Fällen kommt es bei Frauen mit androgenetischer Alopezie auch zur Bildung einer Stirnglatze.

Was hilft gegen den Haarschwund?

Liegt die Ursache für den Verlust der Haare in der mechanischen Überbeanspruchung, sollten Sie in Zukunft unbedingt straffe Frisuren vermeiden und das Haar in seiner natürlichen Wuchsrichtung tragen. Hierdurch können sich die Wurzeln Ihrer Haare im besten Fall wieder vollständig erholen und der Haarverlust hört von selbst wieder auf.

Sollten Sie die Vermutung haben, unter erblich bedingtem Haarverlust zu leiden, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, um mögliche Behandlungsmethoden zu besprechen. Ist der Haarausfall mechanisch, kann es helfen, die Haare kurz schneiden zu lassen. Die Haarfollikel können sich dann besser erholen, wenn keine Traktion durch die Länge und das Gewicht der Haare entsteht.
Eine Umstellung der Ernährung zugunsten von viel Obst und Gemüse kann die Kopfhaut und die Haare besser mit Nährstoffen versorgen.

Bei einem erblich bedingten Haarverlust kann Propecia bei Männern helfen, doch hat dieses Medikament mit dem Wirkstoff Finasterid schwere Nebenwirkungen. Es ist rezeptpflichtig und darf nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Für Männer und Frauen mit androgenetischer Alopezie sind die Haarwuchsmittel Minoxidil als Schaum oder Tinktur zur äußeren Anwendung sowie Ell-Cranell mit einem östrogenähnlichen Wirkstoff zum Auftragen auf die Kopfhaut erhältlich. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente sind zumeist nicht von Bedeutung.

Ist der Verlust der Haare dauerhaft?

Liegt eine mechanische Ursache zugrunde, besteht eine gute Chance darauf, dass sich Ihre Haare wieder erholen, sobald die Überbeanspruchung vermieden wird. Besteht die mechanische Belastung jedoch über einen sehr langen Zeitraum, kann es vorkommen, dass die Wurzeln der Haare nicht nur verkrümmen, sondern schließlich vollständig absterben.

Ist dies der Fall, können die Wurzeln nie wieder gesunde, neue Haare hervorbringen und die kahlen Stellen im Stirnbereich bleiben dauerhaft bestehen. Sind die Haarfollikel noch intakt, können Sie mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung unterstützend dazu beitragen, dass die Follikel wieder erholen und neues Haar produzieren.

Liegt dem Verlust der Haare am Haaransatz eine androgenetische Alopezie zugrunde, werden die Haarwurzeln irreversibel geschädigt, so dass der Haarverlust dauerhaft ist. In diesem Fall kann eine Eigenhaarverpflanzung dabei helfen, wieder volles Haar zu bekommen.

Fazit: Haarverlust am Haaransatz ist nicht immer dauerhaft

Von Haarverlust am Haaransatz sind häufig Frauen betroffen, die gerne strenge Frisuren tragen. Denn der Haarschwund in diesem Bereich kann durch eine Überbeanspruchung der Haarwurzeln ausgelöst werden. Dies ist häufig die Folge von zu straffen Frisuren wie einem Dutt oder Pferdeschwanz.

Auch Männer, die lange Haare tragen und diese zurückbinden, können betroffen sein. Ebenso kann der Haarausfall am Haaransatz durch erblich bedingten Haarverlust ausgelöst werden. Auch hierbei fallen die Haare zunächst im Stirn- und Schläfenbereich aus, wodurch die typischen Geheimratsecken entstehen und sich der Haaransatz weiter nach hinten verschiebt.

Im Gegensatz zu dem mechanischen Haarverlust lässt sich dieser nicht mehr rückgängig machen und bleibt dauerhaft bestehen. Sollte dem Schwund Ihrer haare hingegen eine mechanische Ursache zugrunde liegen, müssen Sie in Zukunft darauf achten, diese Überbeanspruchung zu vermeiden.

Verzichten Sie daher auf das Tragen von strengen Frisuren und auf das häufige Glätten oder Föhnen. Sobald Ihre Kopfhaut nach dem Lösen der Frisur schmerzt, ist es höchste Zeit dem bevorstehenden Haarverlust entgegenzuwirken. Geben Sie Ihren Haarwurzeln Zeit, um sich wieder erholen und neues, gesundes Haar produzieren zu können.