Androgenetischer Haarausfall Frau – Was kann man tun?

Androgenetischer Haarausfall Frau – Alopezie, besser bekannt als Haarausfall, ist ein völlig normales Phänomen, solange nicht mehr als 100 Haare pro Tag ausgehen. Von einem krankhaften, erblich bedingten Haarausfall spricht man erst, wenn deutlich mehr Haare am Boden landen.

Männer sind von krankhaftem Haarausfall häufiger betroffen als Frauen aufgrund der Hormone. Bei Frauen bemerkt man eine deutliche Veränderung meist erst in den Wechseljahren, obwohl der Prozess ein schleichender ist.

Verlauf: Androgenetischer Haarausfall Frau

Bei Frauen dünnen die Haare im Mittelscheitelbereich so weit aus, bis die Kopfhaut schließlich sichtbar wird. Kahle Stellen hingegen sind eher selten.

Androgenetischer Haarausfall Frau
Das hilft gegen androgenetischen Haarausfall!

Frontal oberhalb der Stirn bleibt ein dicht behaarter Streifen, aber auch seitlich und am Hinterkopf bleibt dichtes Haar zurück.

Im Gegensatz zu erblich bedingtem Haarausfall bei Männern ist es bei Frauen ein langsamer und schleichender Prozess, der bereits in jungen Jahren beginnt und sich während der Wechseljahre deutlich verschlechtert.

Erkennbar ist dies daran, dass die Haare nicht mehr gleich lange werden und distal ausgedünnt sind. Frauen greifen dann meist zu Kurzhaarfrisuren, damit das Volumen erhalten bleibt.

Ursachen: Androgenetischer Haarausfall bei Frauen

Es gibt mehrere Gründe, wie es zu dem androgenetischen Haarausfall kommt: Sowohl Hormone spielen eine gewisse Ursache, aber auch erbliche Vorbelastung und zusätzlich Komponenten, die auf einen ungesunden Lebensstil hinweisen: Stress, ungesunde Ernährung, wenig Bewegung.

Die Krankheit kann in den folgenden Ursachen begründet sein, jedoch ist dies lediglich eine Aufzählung häufiger Gründe und keinesfalls vollständig.

Organische Ursachen:

Miniaturisierungen der Haarfollikel sind charakteristische Ursachen für den androgenetischen Haarverlust. In Folge dieser Erscheinung werden nur mehr feine und dünne Haare gebildet.

Diese dünnen und/oder feinen Haare sind nicht in der Lage eine blickdichte Haardecke zu formen und so ensteht vor allem der Anschein eines Haarausfalls, wenn auch die Zahl der Haare nicht abnimmt.

Erbliche Ursachen:

Die Alopezie wird von Vater oder Mutter vererbt, wobei der Erbgang polygen ist.

Es sind also mehrere Gene für die Vererbung verantwortlich. Zusätzlich scheint bei Frauen die verminderte Aktivität der Aromatase kennzeichnend zu sein, da es zu einem Androgenüberschüss kommt.

Hormonelle Ursauchen:

Aber auch das Testosteron, das bei der Frau in kleinen Mengen in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde gebildet wird, gilt als Verursacher. Bei Frauen mit einem hohen Testosteronanteil, dem männlichen Sexualhormon, wird verstärkter Haarausfall vermehrt diagnostiziert.

Der Überschüss des männlichen Sexualhormons steht somit im unmittelbaren Zusammenhang mit dem androgenetischen Haarausfall.

Auswirkungen für Frauen

Gesunde, starke, kräfte Haare stehen für Gesundheit und Wohlbefinden. Schöne, gepflegte Haare entwickelten sich zu einem Schönheitsideal, das bei Nichterfüllung zu Störungen des Selbstbewusstseins führen kann.

Psychosoziale und emotionale Beeinträchtigungen stellen ernst zu nehmende Begleiterscheinungen des Haarausfalls dar, gerade für Frauen, die meist viel Wert auf ein makelloses Aussehen legen.

So ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Frauen gerne zu Hilfsmitteln wie Perücken, Kopfbedeckungen oder Haartransplantationen greifen, um ihr äußeres Erscheinungsbild positiv zu unterstützen.

Die Diagnose

Bei Verdacht auf einen krankhaften Haarausfall sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Mittels einer genauen Anamnese und einem klinischen Befund kann der krankhafte Haarausfall diagnostiziert werden.

Auch müssen andere mögliche Ursachen wie Mangelernährung oder Hormonumstellung nach der Geburt ausgeschlossen werden.

Aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann für den Haarausfall verantwortlich sein und sollte im Zusammenhang untersucht werden. Erst nach einer genauen Diagnose und unter Ausschluss möglicher andere Ursachen, kann die entsprechende Behandlung angesetzt werden und dann erfolgsversprechend sein.

Behandlungsmöglichkeiten

Nichtmedikamentöse Behandlungen setzen vor allem darauf, das äußere Erscheinungsbild zu verbessern. Kopfbedeckungen oder Perücken sind geläufige Maßnahmen, genauso Haartransplantationen.

Eine medikamentöse Behandlung ist bei androgenetischem Haarausfall durchaus möglich und gängig. Als Mittel der ersten Wahl gilt der Wirkstoff Minoxidil, das zu äußerlichen Behandlung bei Frauen und Männern eingesetzt wird.

Ursprünglich wurde es für die Behandlung von Bluthochdruck entwickelt. Die Wirksamkeit wurde in vielen klinischen Studien bestätigt und verspricht großen Erfolg: Nicht nur der Haarausfall wird gehemmt, auch das Wachstum wird gefördert.

Am häufigsten wird zur Behandlung bei der Frau allerdings die Antibabypille eingesetzt, die Östrogene und Gestagene enthält. Sie wirken also antiandrogen und gleichen das empfindliche Zusammenspiel zwischen den Haarwurzeln und den Androgenen aus.