Schon in der Kindheit und in Ihrer Jugend klagten Sie über sehr dünnes Haar. In der Pubertät warteten Sie vergeblich auf den typisch männlichen oder weiblichen Haarwuchs, doch er blieb aus. Mit den Jahren dünnte sich Ihr Kopfhaar immer weiter aus und auf Ihrem Körper war immer noch kein Haar zu finden.

Trotz zahlreicher Arztbesuche kam es nicht zu einer zufriedenstellenden Diagnose und alle Behandlungsansätze erzielten keinen Erfolg. Das ist nicht ungewöhnlich, wenn Sie unter einer Alopecia congenita leiden und die Haarlosigkeit in Ihrem Fall angeboren ist. Für Ihr Selbstbewusstsein können Sie etwas tun, auch wenn die angeborene Haarlosigkeit keine Erkrankung ist. Hier sind die Fakten.

Ursachen für Alopecia congenita

Wie bereits angesprochen, liegt der Grund für Alopecia congenita in Ihren Genen. Die Ursachen sind nur schwer zu diagnostizierbar, auch wenn seit vielen Jahren geforscht wird. Im Kleinkindalter fällt die Problematik nur marginal auf und äußert sich in einem sehr spärlichen, meist aber auf dem ganzen Kopf vorhandenen Haarwuchs.

In der Pubertät zeigen sich die Symptome hingegen deutlich, da Ihnen im Gegensatz zu Ihren Klassenkameraden kein Haar wächst. Von der Haarlosigkeit betroffen kann Ihr ganzer Körper, aber auch nur ein Teilbereich sein.

Einig sind sich Wissenschaftler im Bezug auf die Ursachen nicht, so dass lediglich bekannt ist, dass die angeborene Haarlosigkeit eine Form der androgenetischen Alopezie in schwerer Ausprägung ist. Verantwortlich könnte eine Fehlsteuerung der Hormone sein.

Bei dieser Form des Haarproblems bildet Ihr Körper keine oder nur sehr spärliche Haarfollikel aus. In einigen Fällen kann es zu einem sehr leichten und flaumartigen Haarwuchs kommen. Ob bei Ihnen eine genetische Veranlagung zugrunde liegt, finden Sie am besten mit einem Blick auf Ihre Ahnen heraus. Leiden Ihr Vater oder Ihr Großvater, seltener die weiblichen Verwandten unter Haarlosigkeit, sind auch bei Ihnen im Regelfall die Gene verantwortlich.

Symptome für das angeborene Haarproblem

Die angeborene Haarlosigkeit äußert sich darin, dass Sie bereits in frühester Kindheit und in der Jugend sehr dünnes und meist fransiges Haar hatten. Auch die Haarlänge kann ein Indiz sein. Wächst Ihr Haar in der Jugend deutlich langsamer als bei Ihren Mitschülern und erreicht es nicht die gleiche Länge wie bei anderen Kindern, könnte dies auf Alopecia congenita hinweisen.

Vor der Pubertät ist eine Diagnose nur schwer möglich, da die wenigsten Betroffenen über eine vollständige Glatze leiden. Die angeborene Haarlosigkeit wird meist in dem Moment deutlich, in dem der Körper-Haarwuchs ausbleibt.

Gleichzeitig kann es zu einer sichtbaren Ausdünnung der Kopfhaare kommen, so dass Sie mit Anfang 20 kahlköpfig sind. Im eigentlichen Sinn handelt es sich bei diesem genetischen Defekt nicht um eine Form des Haarausfalls, sondern um eine in Ihren Genen verankerte Haarwuchsstörung.

Dennoch ist es nicht ungewöhnlich, dass Sie im frühen Erwachsenenalter Haarschwund bekommen und die spärlich gewachsenen, in kleiner Menge vorhandenen Haare ebenfalls verlieren. Auch in frühester Jugend sichtbare Geheimratsecken oder eine Tonsur sind angeboren und werden über die Gene weitergegeben.

Diagnose nach dem Ausschlussprinzip

Bei Haarschwund sollten Sie immer eine Diagnose vornehmen lassen. Der beste Ansprechpartner ist der Dermatologe, welcher mittels einer Haaranalyse, einer Kopfhautuntersuchung und einem Blutbild auf Ursachenforschung geht. Leiden Sie unter der angeborenen Alopecia congenita, sollte die Untersuchung keine weiteren möglichen Ursachen für das Problem mit Ihrem Haarwuchs aufzeigen.

Dementsprechend handelt es sich bei der Diagnostik um die Methode des Ausschlussprinzips. Kann der Dermatologe Erkrankungen der Schilddrüse, Mangelerscheinungen oder Autoimmunerkrankungen ausschließen, stellt er die Diagnose sicher.

In einigen Fällen kann die vermeintlich angeborene Haarlosigkeit einen anderen Grund haben. Wenn Sie von Geburt an unter einer Fehlfunktion der Schilddrüse oder unter einer Hauterkrankung leiden, kann sich die Ursache für den schon immer spärlichen Haarwuchs dort finden. Nur eine umfassende und weitere Ursachen ausschließende Untersuchung gibt Klarheit darüber, ob Ihr Problem genetisch oder das Symptom einer Erkrankung ist.

Behandlungsmöglichkeiten und Therapie

Gegen genetische Codes können Sie nichts unternehmen. Eine Behandlung im konventionellen Sinne ist bei Alopecia congenita daher ausgeschlossen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, um Ihren Haarwuchs zu stimulieren oder sich für eine dichte Kopf- und Gesichtsbehaarung im Rahmen einer Haartransplantation zu entscheiden.

Nachdem die Diagnose gestellt und eine Erkrankung ausgeschlossen ist, ist das Team einer renommierten Haarklinik die beste Adresse. Ohne eigenen Haarwuchs ist eine Eigenhaarverpflanzung nicht möglich, so dass Sie in diesem Fall über eine Transplantation von Biofibre, einem biokompatiblen Kunsthaar beraten werden.

Wenn die angeborene Haarlosigkeit Ihren Kopf, die Augenbrauen und Augenwimpern gleichermaßen betrifft, ist die Implantation von Kunsthaar die beste Methode, um Ihr Selbstbewusstsein zu stärken und etwas für Ihre ästhetische Ausstrahlung zu tun. Für eine besser durchblutete Kopfhaut und den Versuch, eventuell verkümmerte aber vorhandene Haarfollikel zu aktivieren, kann vorab eine PRP Therapie erfolgen.

Fazit | Bei angeborener Haarlosigkeit kann eine Haartransplantation Abhilfe schaffen

Alopecia congenita erkennen Sie hauptsächlich daran, dass Ihre Haut völlig glatt ist. Dort wo im Normalfall Haare wachsen, zeigt sich Ihre Haut praktisch porenfrei und ebenmäßig. Viele Betroffene sind im Kindesalter nicht kahlköpfig, sondern leiden unter ihrem dünnen und spärlichen Haarwuchs.

Im Jugendalter und im frühen Erwachsenenalter fallen die hauchdünnen Haare aus. Das kann den Kopf, Ihre Augenbrauen und Wimpern sowie die Körperhaare gleichermaßen betreffen. Dass Ihr Haarwuchs gestört ist, erkennen Sie spätestens in der Pubertät. In einer mikroskopischen Untersuchung ermittelt der Dermatologe, ob zum Beispiel in Ihrer Kopfhaut Haarfollikel angelegt sind.

Ist das nicht der Fall, kann nur eine Haartransplantation für den gewünschten Haarwuchs sorgen. Die angeborene Haarlosigkeit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt. Bei einigen Betroffenen tritt sie am ganzen Körper auf und geht mit völliger Haarfreiheit einher.

In anderen Fällen sind einige Areale leicht behaart, während sich zum Beispiel unter den Achseln und im Intimbereich kein Haarwuchs einstellt. Nach der Diagnose vom Dermatologen kann eine Haarklinik helfen und Ihnen durch die Verpflanzung von Biofibre neue Lebensqualität schenken. Haarwuchsfördernde Mittel bringen im Fall einer genetisch bedingten Haarlosigkeit nicht die gewünschte Wirkung.