Haartransplantation Kosten – Was kostet was?

Haartransplantation Kosten – Die Haartransplantation ist anders ausgedrückt die Verpflanzung von Körperhaar. Menschen, die von Haarausfall befallen sind, versuchen jede Möglichkeit diesen Mangel zu beheben.

Trotz des schmerzhaften Eingriffs haben schon viele Leute zu dieser Lösung gegriffen. Es muss jedoch genügend Spenderhaar vom eigenen Körperhaar vorhanden sein.

In vielen Fällen wird bei den Männern das Brusthaar genommen, wobei Barthaare ebenfalls durchaus geeignet sind. Am Hals und unter dem Kinn wachsen die Spenderhaare.

Barthaare sind meist kräftiger als Kopfhaar, sodass diese Alternative optimal ist. Meistens stößt der Körper Kunsthaar oder fremdes Haar ab. Der Eingriff der Haartransplantation kann nicht bei jedem Menschen durchgeführt werden.

Wenn jemand Narben hat oder einen ungleichmäßigen Haaransatz, ist diese OP nicht sehr vielversprechend.

Bei Menschen, die unter erblich oder hormonell bedingtem Haarausfall leiden, verläuft diese OP jedoch meist positiv. Der Fachausdruck dieser Krankheit lautet Alopezie.

Welche Formen der Haartransplantation gibt es

Mehrere Formen werden in Erwägung gezogen. Hier eine kurze Auflistung mit Erläuterungen:

  • Micrograft-Methode:
    Auch bekannt als Stripe Method. Vom Hinterkopf wird ein behaarter Streifen entnommen. Dieser Streifen wird nun in
    Für volleres Haar

    kleine Büschel geschnitten, welche höchstens vier Haare enthalten. Diese kleinen Haarstücke werden eingesetzt.

  • Follicular Unit Transplantation (FUT):
    Bei diesem Verfahren wird auf die gleiche Art ein Haarstreifen entnommen. Die Hautstreifen werden allerdings mithilfe eines Mikroskops in einzelne Follikulare unterteilt, welche dann eingepflanzt werden.
  • Follicular Unit Extraction (FUE):
    Mit einer dünnen Hohlnadel werden Haargruppen, die aus zwei bis zu vier Haaren mit Wurzeln bestehen, entnommen und eingesetzt.
  • PRP Methode oder auch Eigenbluttherapie:
    Wird die PRP Wirkstoffmischung in die Bereiche injiziert, welche vom Haarausfall betroffen sind, stoppt der Haarausfall, das Haar hat so die Kraft, dichter zu wachsen. Diese Behandlung muss meistens wiederholt werden, bis zu dreimal. Danach ist lediglich eine jährliche Wiederholung notwendig. Das Blut wird der Armvene entnommen. Die Aufbereitung erfolgt in einem Zentrifugationsverfahren, um die Isolierung des PRP zu erreichen. Das Plasma wird nun gefiltert. PRP kann rein verwertet werden oder mit dem Zusatz von Hyaluronsäure.
    Das PRP Verfahren ist für Patienten mit starkem Haarausfall und schlechter Haarstruktur zu empfehlen. Verpflanzte Haare, nach der Transplantation, können ebenfalls durch das PRP Verfahren gekräftigt werden. Selbstverständlich darf drei Tage vor der Blutabnahme kein Medikament eingenommen werden. Diese Behandlung kann ohne örtliche Betäubung durchgeführt werden. Risiken bezüglich Allergie bestehen selbstverständlich nicht. Infektionen oder Entzündungen wurden äußerst selten festgestellt.

Welche Vorbereitungen sind vor dem Eingriff notwendig

Der Patient sollte sich nochmals vergegenwärtigen, dass es sich nicht um eine Haarvermehrung handelt, sondern um eine Umverteilung der vorhandenen Haare:

  • Der Arzt muss informiert werden, welche Medikamente der Patient einnimmt. Er entscheidet, ob die Medikamenteneinnahme unabhängig vom Eingriff möglich ist.
  • Gerinnungshemmende Medikamente, wie Aspirin müssen drei Tage vorher abgesetzt werden.
  • Vitaminpräparate, beispielsweise Vitamin E und C müssen ebenfalls drei Tage vorher abgesetzt werden.
  • Die Haare bis zum Zeitpunkt des Eingriffs möglichst lang wachsen lassen.

Wie werden Haare transplantiert

Haare vom Hinterkopf werden in die kahlen Stellen eingepflanzt. Wer gesunde Haarwurzeln besitzt, kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass die Transplantation gelingt.

Bei dünnem und weichem Haar wird versucht, aus dem Nackenbereich Haar mit kräftigeren Wurzeln zu verwenden. Das Immunsystem verweigert Haar von anderen Menschen, sodass eine Transplantation nur mit Eigenhaar durchgeführt werden kann.

Es gibt verschiedene Techniken, beispielsweise werden winzige Schlitze in die Kopfhaut geschnitten, oder winzige Löcher gestanzt. Die Lasertechnik ist ebenfalls anwendbar.

Der Patient darf sich nicht wundern, die neu verpflanzten Haare fallen erst aus. In einem Zeitraum von ungefähr drei Monaten werden neue Haare wachsen.

Einige Tage nach dem Eingriff ist körperliche Schonung angesagt. Das Haar darf erst den dritten Tag gewaschen werden. Solarium und Sauna sind für vier Wochen tabu.

Kosten einer Transplantation

Die Preise sind wie bei vielen Produkten sehr verschieden. Es hängt in erster Linie davon ab, wie viele kahle Stellen behandelt werden müssen. Viele Patienten lassen deshalb diese OP im Ausland machen.

Nach der Gebührenordnung ist der Höchstpreis 4,66 Euro pro Graft, wobei ein Graft aus zwei oder drei Haaren mit Wurzeln besteht. Ungefähr 200 Euro sind Fixkosten für örtliche Betäubung usw.

Allerdings ist eine Transplantation in der Türkei billiger, dort kostet ein Graft 1,89 Euro. Schätzungsweise ist diese OP in der Türkei um die Hälfte günstiger.

Die Personalkosten sind dort nicht so hoch, während der Eingriff sechs bis acht Stunden dauert. Istanbul wird als Haartransplantations-Mekka bezeichnet.

Unterschiede in verschiedenen Ländern

Empfohlen wird ein Arzt in Ankara, während in Polen eine gute Klinik existiert, die seit dem Jahre 1984 Transplantationen vornimmt. Tschechien und Ungarn sind ebenfalls positiv eingestuft.

Beratungsstellen in Deutschland können dem Patienten bei dieser Entscheidung helfen. Haartransplantation Kosten, die per Vorkasse oder nur mit einer hohen Anzahlung beglichen werden müssen, verweisen auf einen unseriösen Anbieter.

Im Ausland oft günstiger

Die Begleichung soll im betreffenden Land und nach der OP erfolgen. Für den Betreffenden gilt auch hier der Grundsatz, Vergleiche anstellen und sich vorher genügend informieren.

Ein ausschließlich auf Haartransplantation spezialisierter Anbieter im Ausland gilt als seriös. Erfahrungen von Patienten, die diese OP im Ausland durchführen ließen, sind fast ausnahmslos positiv.

Übernimmt die Krankenkasse diese OP?

Das ist die Frage, die sich wohl jeder Betroffene stellt. Im Normalfall werden die Kosten nicht von den Kassen übernommen.

Ausnahmesituationen werden in manchen Fällen anerkannt:

  • Verbrennungen,
  • Unfälle, insbesondere Arbeitsunfälle,
  • psychologische Fälle. Die Krankenkasse behält sich vor, ein eigenes psychologisches Gutachten zu erstellen.
  • Sonderfälle, die außerhalb der Norm sind.

Tritt eine Depression aufgrund des Haarausfalls auf, kann die Möglichkeit bestehen, dass die Kasse anteilig zahlt. Wenn eine Chemotherapie den Haarausfall herbeigeführt hat, wird lediglich eine Perücke erstattet.

Jeder Patient sollte sich vor Behandlungsbeginn genauestens bei seiner Krankenkasse informieren. In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten wenigstens anteilig.

Es gibt Medikamente, die den Haarausfall eventuell stoppen können. Der Nutzen ist fraglich, zumal diese Präparate auch nicht kostenlos sind.

Welche Risiken können auftreten

Das Risiko, ob die OP erfolgreich sein wird, ist immer gegeben. Die kleinen Wunden können sich entzünden. Die Narbenbildung kann sehr intensiv sein.

Viele Patienten klagten über Taubheitsgefühle, welche jedoch nach einiger Zeit verschwanden. Bei einer nicht fachgerecht ausgeführten Operation sind die Risiken allerdings im optischen Sinne enorm.

Wenn der Operateur die Wuchsrichtung nicht beachtet und entgegen der Wuchsrichtung die Haare einpflanzt, entsteht sogenannter Wildwuchs. Die neuen Haare wachsen büschelartig.

Sollten bei der OP die Haarwurzeln zerstört werden, wachsen gar keine Haare. Diese Risiken müssen jedem Patienten klar sein.

Welche Ärzte dürfen eine Haartransplantation durchführen

Es dürfen nur Ärzte mit einer Ausbildung und Erfahrungen in dem betreffenden Bereich der Haarverpflanzung diese OP durchführen. Im Klartext heißt es, jeder Arzt mit diesbezüglichen Kenntnissen kann eine Haartransplantation vornehmen.

Der Verband der Haarchirurgen empfiehlt jedoch, dass der Arzt über eine Facharztausbildung in einem operativen Fach verfügt, beispielsweise Chirurgie, ästhetische Chirurgie und Dermatologie.

Berufserfahrungen sind auch in diesem Bereich von großer Wichtigkeit. Heilpraktiker dürfen diese OP durchführen, allerdings nur in Anwesenheit eines Arztes. Jeder betreffende Arzt ist Spezialist einer Methode.

Welche Methode für den Patienten geeignet ist, entscheidet somit auch über die Wahl des Arztes.

Wie groß ist die Chance, dass die Haare nachwachsen

Man sollte sich darüber klar sein, dass der Erfolg erst nach 12 bis 18 Monaten sichtbar ist. Im Normalfall, wenn die OP komplikationslos verlief, kann man nach angegebener Zeit mit dem Erfolg rechnen.

Die Eigenschaften des eingesetzten Haares spielen eine Rolle. Dichte wie auch starke Haare sorgen natürlich für ein besseres Ergebnis.

Wenn man mehr als 15 % der transplantierten Haare im Laufe der Jahre verliert, wurde kein oder mäßiger Erfolg erzielt. Bis zu 10 % Haarausfall ist zu tolerieren.

Wenn Hautstückchen verpflanzt werden, genannt follikuläre Einheiten, werden fast 95 % nachwachsen.

Gibt es Unterschiede zwischen Mann oder Frau

Männer haben erfahrungsgemäß häufiger unter Haarausfall zu leiden als Frauen. Der Ursprung dieses Leidens ist unterschiedlich.

Frauen wünschen schonende Haartransplantation

Frauen leiden beispielsweise unter diffusem Haarausfall, bedingt durch Schwangerschaft oder Wechseljahre. Der erblich bedingte Haarausfall, bezeichnet als androgenetische Alopezie, tritt meistens bei Männern auf.

Viele Frauen wünschen die schonende Haartransplantation. Das bedeutet, dass das Haar mindestens zehn Zentimeter lang sein muss. Am Hinterkopf wird nur ein kleiner Bereich kurz rasiert, nicht abrasiert.

Die Transplantate müssen zwischen den vorhandenen Haaren eingepflanzt werden. Die OP erfordert noch mehr Sorgfalt und dauert entsprechend länger.

Erfahrungswerte von Haartransplantationen

Kundenrezensionen besagen, dass die meisten Eingriffe erfolgreich verliefen. Im Ausland wurden ebenfalls zufriedenstellende Ergebnisse präsentiert. Viele Patienten schickten Bilder vorher und Bilder nachher.

Es ist erstaunlich, dass nach einem gewissen Zeitraum absolut nichts mehr darauf hindeutet, dass bei dem Betroffenen eine Haartransplantation durchgeführt wurde.

Die Ärzte führen nicht nur den Eingriff professionell durch, sie stehen auch persönlich wissend und helfend zur Seite. Wenn man die richtige Klinik aussucht, sich für eine Methode entscheidet, ist schon viel getan.

Vor Behandlungsbeginn sind jedoch Gespräche mit dem Arzt notwendig, wenn diese Möglichkeit nicht besteht, dann sollte man sich das lieber überlegen, den Eingriff dort machen zu lassen.

Haarverpflanzung

Bei jedem Menschen fallen täglich Haare aus. Bis zu 100 Haare werden als normal angesehen. Wenn jedoch bereits kahle Stellen entstanden sind, muss Abhilfe geschaffen werden, oder man lebt damit.

Berichte über Haarverpflanzungen gibt es genügend, und es ist aus wissenschaftlicher Sicht bewiesen, dass 90 % der Verpflanzungen optimal verlaufen.

Allerdings muss der Arzt individuell bei jedem Patienten entscheiden, welche Methode empfehlenswert ist und wie der Erfolg aussieht, denn dieser richtet sich nach der Haarstruktur, nicht nach dem Können des Arztes.

Schwellungen der Kopfhaut sind in den ersten Wochen möglich. Die Haarwäsche muss natürlich schonend durchgeführt werden. Mützen und Kopfbedeckungen sind in der ersten Zeit nicht so geeignet.

Haarimplantation

Man fragt sich, gibt es überhaupt einen Unterschied, oder vermitteln die Begriffe Transplantation, Verpflanzung und Implantation das Gleiche.

Die Haarimplantation bedeutet jedoch, dass die Haarverpflanzung mit Fremd- oder Kunsthaar durchgeführt wird.

Ein Versuch mit Haaren aus Nylon führte zu negativen Ergebnissen. Bio-Kunsthaar wird jetzt bei dieser Methode eingesetzt.

Es gibt allerdings Nachteile beim Einsatz von Kunsthaar:

  • Ein Allergietest ist unbedingt durchzuführen, denn für Allergiker ist diese Methode ungeeignet.
  • Eine Haartransplantation ist günstiger.
  • Die Haare wachsen nicht nach.Vorteile wiederum wurden ebenfalls gelistet:
  • Keine Kahlrasur notwendig,
  • eine chirurgische Behandlung ist nicht erforderlich,
  • sofortiges Ergebnis nach nur wenigen Stunden,
  • anwendbar, wenn nicht genügend Spenderhaar zur Verfügung steht.
  • Dieser Eingriff kann rückgängig gemacht werden.

Haartransplantation Frauen

Die schonende Transplantation, wie bereits erläutert, wird meist von Frauen bevorzugt. Frauen bemängeln öfters, dass sie eine hohe Stirn haben.

Hier kann diese OP Abhilfe schaffen, obwohl in dem Sinne kein Haarausfall vorliegt. Die Haarlinie wird bei der OP herabgesetzt. Im Falle des erblich bedingten Haarausfalls also Alopezie und wenn die Patientin über einen guten Haarkranz verfügt, ist einer Transplantation Erfolg beschieden.

Folgende Ausgaben fallen als Haartransplantation Kosten an:

  • Graftzahl, die Kosten richten sich nach der Menge,
  • wie hoch oder tief soll die Haarlinie angesetzt werden,
  • Größe der kahlen Fläche,
  • wie dicht soll das Haar gepflanzt werden.

Dieser Eingriff verhilft zu mehr Lebensqualität.

Stammzellentherapie

Bei erblich bedingtem Haarausfall ist eine Stammzellentherapie sehr erfolgreich. Eine minimale Menge Unterfettgewebe wird dem Patienten entnommen.

Eine örtliche Betäubung ist notwendig für diesen Vorgang. Das Fettgewebe wird mit einer speziellen Technik zu einer Zellemulsion mit Fett-Stammzellen verarbeitet.

Die Bezeichnung ist Nano-Fett. Das Nano-Fett wird nun in die vom Haarausfall betroffene Kopfhaut gespritzt. Die so entstandenen Fett-Stammzellen sorgen für die Entstehung von Wachstumsfaktoren, welche die Aufgabe haben, dem Haarausfall entgegenzuwirken, das Zellwachstum wird gefördert.

Eine gute Nachricht für die Betroffenen. Nach dem Eingriff erhöht sich die Lebensfreude und vermittelt seelisches Gleichgewicht.

Geheimratsecken

So wird der Haaransatz an den Schläfen des Mannes bezeichnet. Geheimratsecken sind oft die ersten Anzeichen einer beginnenden Glatze. Nun wird versucht, mit Shampoo und etlichen Wässerchen, dieses Syndrom zu vertreiben.

Es gelingt vielleicht zeitweise. Eine Haarverpflanzung wird nach einiger Zeit unumgänglich. Im Einzelfall können Frauen auch durchaus Geheimratsecken bekommen.

An der Stirn geht das Haar immer weiter nach hinten zurück. So entsteht eine sogenannte Tonsur. Das Kaschieren beim Friseur oder zu Hause bringt nach einiger Zeit auch nicht mehr den gewünschten Erfolg.

Kosten

Bei der Berechnung Haartransplantation Kosten spielen selbstverständlich die verschiedenen Preisstaffelungen der Ärzte eine Rolle.

Der Durchschnittspreis beläuft sich auf 4 Euro pro Graft. Fixkosten werden so ungefähr 200 Euro betragen. Wichtig ist selbstverständlich, wie viel Haare werden verpflanzt.

Diese Entscheidung trifft meist der Arzt, denn er kann am besten beurteilen, wie die Haarstruktur beschaffen ist und wie viele Grafts aufgrund dessen benötigt werden, um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen.

Die Haartransplantation Kosten sind allerdings im Ausland niedriger, obwohl der Aufenthalt dort auch kalkuliert werden muss.

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