Tragen Sie häufig eine Kopfbedeckung, muss dies nicht unbedingt einem Haarausfall durch Kappe führen. Denn zu dieser Art des Haarverlusts kommt es vor allem dann, wenn sie extrem häufig getragen wird. Auch dann, wenn die Kopfbedeckung besonders eng ist, kann dies den Verlust des Kopfhaars begünstigen. Weit verbreitet ist noch heute der Mythos, dass eine Kappe die Sauerstoffversorgung der Haare unterbindet. Hierbei handelt es sich aber um einen Irrtum, der wahrscheinlich deshalb besteht, weil viele Herren eine Kopfbedeckung verwenden, um ihre Glatze zu kaschieren.

So macht sich der Haarausfall durch Kappe bemerkbar

Wird der Haarausfall durch das Tragen einer Kopfbedeckung ausgelöst, nimmt er zumeist an den Bereichen, die besonderer Belastung ausgesetzt sind, seinen Anfang. Oft handelt es sich dabei um die Stellen, an denen die Kappe sehr eng anliegt. Auch eine stetige Reibung begünstigt den Haarverlust. Diese Art des Haarausfalls ist auch als mechanische Alopezie bekannt. An den Bereichen, an denen die Kappe zu eng anliegt, kommt es zu einer mangelhaften Durchblutung. Dadurch werden die Haarfollikel zu wenig mit Nährstoffen versorgt. Langfristig sterben dadurch die Haarwurzeln ab. Ist die Kopfbedeckung zu eng, werden auch beim Abnehmen und Aufsetzen derselben Haare ausgerissen.

Haarausfall beim Tragen einer Kappe findet also örtlich begrenzt statt. Oft macht er sich am Haarkranz bemerkbar. Es handelt sich dabei um einen langwierigen Prozess, der schrittweise abläuft. In den meisten Fällen bemerken Sie den Haarverlust erst einige Monate nach dem Tragen der zu engen Kopfbedeckung. Hegen Sie den Verdacht, dass der Haarausfall durch die Haube verursacht wird, ist Handeln angesagt. Verzichten Sie sofort auf Ihre Kappe und setzen Sie sich mit einem Arzt in Verbindung. Je früher Sie mit der Behandlung beginnen, umso besser sind Ihre Heilungschancen.

Lässt sich dem Haarausfall durch das Tragen einer Kappe entgegenwirken?

Den Haarverlust durch eine Kappe müssen Sie nicht einfach hinnehmen. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Haarausfall durch Ihre Kopfbedeckung verursacht wird, dann verzichten Sie für einige Zeit auf diese. Alternativ sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob die Größe der Kappe noch zu Ihrem Kopfumfang passt. Lassen Sie sich diesbezüglich im Zweifelsfall von einer Fachkraft wie einem Schneider beraten.

Tragen Sie Schirmkappen, dann greifen Sie zu Modellen, deren Umfang sich verstellen lässt. Bei Hauben sollten Sie Produkte wählen, die nicht zu eng sitzen. Als ideal erweisen sich Kopfbedeckungen, die leicht dehnbar sind, aus atmungsaktiven Stoffen bestehen und sich perfekt an Ihre Kopfform anpassen. Es lohnt sich beim Kauf der Kopfbedeckung also durchaus, in Qualität zu investieren. Bedenken Sie, dass Ihnen dehnbare Modelle aus hochwertigen Materialien länger erhalten bleiben.

Hat eine Kappe positive Auswirkungen auf die Haarstruktur?

Wenig bekannt ist, dass sich eine Kopfbedeckung, die richtig passt, sogar positiv auf die Haare auswirken kann. Dies ist insbesondere in den Sommermonaten der Fall. Denn an den warmen Tagen schützt die Kappe Haupthaare und Kopfhaut vor intensiver Sonneneinstrahlung. Auf diese Weise bewahrt sie den Träger auch vor Haarverlust. Auch nach Haartransplantationen empfehlen Ärzte das Tragen von Kopfbedeckungen. Denn in der ersten Zeit sind die neu verpflanzten Haarfollikel noch sehr empfindlich und dürfen keinen intensiven äußeren Einwirkungen ausgesetzt sein.

Wie lässt sich Haarverlust durch eine Kappe behandeln?

Zuallererst gilt es zu ermitteln, ob bei Ihnen tatsächlich eine mechanische Alopezie vorliegt. Mit diesen Methoden können Sie den Schweregrad des Haarausfalls ermitteln:

  • Sind bereits kahle Stellen vorhanden, liegt bei Ihnen definitiv Haarverlust vor. Außerdem könne Sie davon ausgehen, dass das Leiden bereits weiter fortgeschritten ist.
  • Ein weiteres Anzeichen für einen Haarausfall ist, wenn Ihnen jeden Tag mehr als 100 Haare ausfallen. Um einen ungefähren Wert zu erhalten, zählen Sie jeden Tag eine Woche lang Ihre ausgefallenen Kopfhaare. Vergessen Sie nicht darauf, Bürste, Kissen und Bekleidung nach Haaren abzusuchen.
  • Als zuverlässig hat sich auch die Zupfprobe erwiesen. Dafür nehmen Sie eine Haarsträhne mit etwas 60 Haaren zwischen Daumen und Zeigefinger. Danach ziehen Sie leicht daran. Fallen Ihnen dabei etliche Haare ohne Schmerzen aus, leiden Sie unter Haarverlust.

Es ist beim Haarausfall durch Kappe wichtig, dass das Leiden rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Denn in einem frühen Stadium ist der Haarverlust noch reversibel. Denn legen Sie sich eine Kopfbedeckung zu, die gut passt, werden die betroffenen Bereiche wieder mit Sauerstoff versorgt, sodass es zum Nachwachsen der Haarfollikel kommt. Bei einem mechanischen Haarverlust befinden sich die Haare in der Ruhephase, bevor Sie ganz absterben. Sie wachsen bei einer entsprechenden Behandlung innerhalb von drei Monaten nach.

Wenden Sie sich an einen Arzt

Auch wenn Sie den Haarausfall durch Kappe auf eigene Faust in den Griff kriegen, sollten Sie nicht auf einen Arztbesuch verzichten. Nur so lässt sich die Ursache für Ihren Haarverlust sicher bestimmen. Dabei kann Ihnen der Experte Tipps zur Förderung des Haarwachstums geben oder Ihnen Vitamine verschreiben. Auf diese Weise stellt die Fachkraft sicher, dass auf Ihrem Kopf bald wieder neue Haare wachsen.

Alternative Methoden zur Behandlung von Haarverlust durch Kappe

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Alternativen Methoden, mit denen Sie den mechanischen Haarausfall therapieren können – Voraussetzung dafür ist, dass die Haarfollikel noch nicht abgestorben sind. Als besonders wirksam hat sich die Sauerstofftherapie erwiesen.

Dabei wird mit hohem Druck Sauerstoff in Ihre Kopfhaut eingebracht. Auch Microneedling ist beliebt. Dabei werden der Kopfhaut mit einem Dermoroller samt Nadeln kleine Verletzungen zugefügt. Der Heilungsprozess kurbelt auch das Haarwachstum an. Zur Stimulation der jungen Haarfollikel wird auch die Softlaser-Therapie angewendet. Die Kopfhaut wird im Zuge jener Therapie mit einem Laser behandelt.

Fazit – ist Haarverlust durch eine Kappe behandelbar?

Der Haarverlust durch Kappe lässt sich in der Regel gut behandeln. Wichtig ist, dass Sie auf eine zu eng sitzende Kopfbedeckung verzichten und zu einer Haube greifen, die sich Ihrer Kopfform anpasst. Ist der Haarausfall bereits weiter fortgeschritten, dann sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

Mittlerweile gibt es etliche Therapien, welche die stark beanspruchte Kopfhaut entlasten. Auch können Sie durch die Behandlungen die Haarproduktion der Haarwurzeln wieder anregen. In dieser Zeit ist es essenziell, dass Sie Ihren Kopf und vor allem die kahlen Bereiche schonen.