Haarausfall bei Rheuma ist eine relativ häufige Begleiterscheinung der erwähnten Erkrankung. Wenn Sie an dieser Leiden, sollten Sie also Ihre Haarlinie im Blick behalten. So stellen Sie sicher, dass Sie den Haarverlust zeitnah erkennen und die richtige Handlung ergreifen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich diese Form von Haarausfall bemerkbar macht und wie Sie das Leiden in den Griff kriegen.

Wie kommt es zu Haarausfall bei Rheuma?

Bei Rheuma ist Ihr Körper einer stetigen Belastung ausgesetzt. Der Organismus muss dabei sämtliche Ressourcen mobilisieren, um das Leiden im Zaum zu halten. Bei einem starken Schub läuft Ihr Körper auf Sparflamme. Dadurch versorgt er vordergründig die wichtigsten Organe mit Energie. Ihre Haare nehmen hierbei nur eine untergeordnete Stellung ein.

Bessert sich dieser Zustand auf Dauer nicht, kommt es so unweigerlich zu einem vermehrten Verlust des Kopfhaars. Es besteht dabei auch die Möglichkeit, dass sich ein erblich bedingter Haarausfall verstärkt.

In einigen Fällen wird der Haarausfall bei Rheuma auch durch die Einnahme von Medikamenten begünstigt. Es lohnt sich vor der Einnahme von Arzneimitteln daher immer, einen Blick auf den Beipackzettel zu werfen.

Leiden Sie an Rheuma, sollten Sie Ihre Haarlinie immer im Blick behalten. Haben Sie den Verdacht, dass Ihnen die Haare vermehrt ausfallen, sollten Sie das ausgefallene Kopfhaar zählen. Sammeln Sie dieses täglich von der Haarbürste, der Bekleidung und vom Kopfpolster ein. Um einen Trend zu ermitteln, sollten Sie diesen Prozess eine Woche lang durchführen. So sehen Sie, ob bei Ihnen tatsächlich Grund zur Sorge besteht.

Begeben Sie sich bei etwaigen Haarverlust zeitnah zu einem Arzt. Denn in diesem Fall ist Vorsicht besser als Nachsicht. Bedenken Sie, dass sich die meisten Formen von Haarausfall im Frühstadium noch gut behandeln lassen.

Wodurch macht sich der Haarverlust bemerkbar?

Bei Haarausfall durch Rheuma, liegt oftmals diffuser Haarverlust vor. Dieser äußert sich dadurch, dass Ihnen die Haare gleichmäßig vom Kopf fallen. Zu Beginn wirkt Ihr Haupthaar dünner und hat merklich weniger Volumen. Wird das Leiden nicht behandelt, scheint an einigen Stellen schließlich die Kopfhaut durch. Bei längeren Haaren vergrößert sich der Scheitel der betreffenden Person.

Liegt bei Ihnen bereits erblich bedingter Haarverlust vor, wird dieser durch eine rheumatische Erkrankung verstärkt. Die kahlen Bereiche am Vorder- und am Oberkopf vergrößern sich. Sie laufen in diesem Fall sogar Gefahr, eine Vollglatze zu entwickeln. Daher sollten Sie sich vor allem dann, wenn Sie an genetisch bedingtem Haarausfall leiden, regelmäßig bei einem Arzt vorbeischauen. Er kann Ihnen sagen, wann Handlungsbedarf besteht.

Wie ist vorzugehen?

Sobald sich bei Ihnen der Haarverlust bemerkbar macht, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. Leiden Sie an Rheuma, unterziehen Sie sich im Idealfall ohnehin einer regelmäßigen Kontrolle. Teilen Sie Ihr Problem also am besten dem behandelnden Mediziner mit.

So kann er sich bei der Untersuchung auch Ihre Kopfhaut mitsamt den Haaren genau ansehen. So lässt es sich bestimmen, ob der Haarausfall durch Rheuma oder nicht doch eine andere Grunderkrankung verursacht wird.

Manchmal sind auch Medikamente dafür verantwortlich, dass Ihnen die Haare vermehrt vom Kopf fallen. Diesbezüglich empfiehlt es sich, sich beim Facharzt nach einer Alternative zu erkundigen. Mit unter kann er Ihnen ein anderes Arzneimittel verschreiben, sodass sich der Haarverlust wieder eindämmen lässt.

Lassen Sie sich mit dem Arztbesuch niemals zu lange Zeit. Denn im Anfangsstadium lassen sich die meisten Arten von Haarausfall noch gut behandeln. Warten Sie jedoch länger ab, kann es durch den Haarverlust zum Absterben der Haarwurzeln kommen. Die Haare wachsen Ihnen in diesem Fall nicht mehr nach, sodass sich auf Ihrem Kopf dauerhaft kahle Stellen bilden.

Lässt sich das Leiden behandeln?

Bei Haarausfall durch Rheuma gilt es, zuerst bei der Ursache anzusetzen. Konkret heißt dies, dass die Symptome der Erkrankung zu lindern sind. Denn diese setzen den Organismus unter Stress – und ebendieser begünstigt das Entstehen von Haarverlust.

Gönnen Sie sich bei einem Schub Ruhe und setzen Sie auf eine gesunde Ernährung. Auch psychischer Stress ist zu vermeiden – denn dieser belastet Ihren Körper zusätzlich und kann den Haarverlust verstärken.

Nehmen Sie Medikamente ein, sollten Sie darauf achten, dass Sie diese vertragen. Merken Sie nach einiger Zeit, dass Ihnen die Nebenwirkungen zu schaffen machen, sollten Sie sich nach einer anderen Alternative erkundigen.

Doch manchmal führen diese Vorgehensweisen nicht zum gewünschten Ergebnis. In solchen Fällen ist eine Eigenhaarverpflanzung in Erwägung zu ziehen.

Wann ist eine Haartransplantation erforderlich?

Fruchten die oben beschriebenen Vorgehensweisen nicht und wachsen Ihnen die ausgefallenen Haare nicht mehr nach, ist eine Eigenhaarverpflanzung in Erwägung zu ziehen. Doch auch hier dürfen Sie nicht zu lange abwarten. Denn im Zuge des Eingriffs werden dem Patienten die Spenderhaare vom Hinterkopf entnommen.

In diesem Bereich müssen also noch ausreichend Haare vorhanden sein, damit sich die Operation durchführen lässt. Des Weiteren ist es wichtig, dass Sie sich in einer guten körperlichen Verfassung befinden. Denn damit ist gewährleistet, dass Ihr Organismus das Kopfhaar schnell annimmt. Sie dürfen sich damit über eine hohe Anwuchsrate freuen.

Ob der Eingriff für Sie infrage kommt, kann aber nur ein erfahrener Spezialist ermitteln. Im Vorfeld wird diese nicht nur ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen, sondern gleichermaßen eine Haaranalyse vornehmen. So kann er sich einen ersten Überblick über die Ausprägung des Haarverlusts und den Zustand der Haarwurzeln machen. Auf Basis dessen, ist es ihm möglich, die weitere Vorgehensweise zu bestimmen.

Fazit – schreiten Sie schnell zur Tat

Für Haarausfall bei Rheuma ist oftmals ein geschwächter Organismus verantwortlich. Jenes Leiden ist durch Schübe gekennzeichnet, die für den Körper eine große Belastung darstellen. Dadurch werden die Haare in nur geringem Ausmaß mit Nährstoffen versorgt. Auf lange Sicht kommt es zum Ausfall derselben.

Bei jener Form von Haarverlust fallen Ihnen die Haare gleichmäßig über de Kopf verteilt aus. Es kann sich aber auch ein bereits bestehender Haarausfall verstärken. Setzen Sie sich in diesem Fall unbedingt mit einem Arzt in Verbindung. Er kann Ihnen Tipps für die weitere Vorgehensweise geben. Wächst das ausgefallene Kopfhaar nicht mehr nach, ist eine Haartransplantation in Erwägung zu ziehen.