Eine Haartransplantation ist für viele Menschen mit starkem Haarausfall die letzte Hoffnung, wieder zu vollem Haar zu gelangen und attraktiver zu erscheinen. Es handelt sich um einen operativen Eingriff. Ist eine Haartransplantation gefährlich? Diese Frage stellen sich viele Menschen, bevor sie sich endgültig entscheiden.

Ist eine Haartransplantation gefährlich?

Viele Menschen, die an eine Haarverpflanzung denken, stellen sich die Frage, ob eine Haartransplantation gefährlich ist. Dabei denken sie an

  • mögliche Infektionen durch die Operation
  • schlechte Wundheilung
  • hohen Blutverlust
  • starke Schmerzen
  • Unverträglichkeit von Medikamenten.

Da es sich bei einer Haarverpflanzung um einen operativen Eingriff handelt, können Komplikationen nie völlig ausgeschlossen werden. Allerdings kommt es darauf an, wo Sie diesen Eingriff ausführen lassen und welche Methode angewendet wird.

Wann kann eine Haarverpflanzung wirklich gefährlich werden?

Wird die Eigenhaarverpflanzung in einer Klinik ausgeführt, die nur auf Profit ausgerichtet ist, oder verfügt der Arzt nicht über die erforderliche Qualifikation, kann es tatsächlich zu schwerwiegenden Komplikationen wie Infektionen oder schlechter Wundheilung kommen. Nicht alle Ärzte verfügen über die entsprechende Qualifikation und über die notwendigen Erfahrungen. Es kann nicht nur zu Infektionen kommen, sondern auch starke Schmerzen und eine schlechte Anwuchsrate können die Folge sein. Um das zu vermeiden, sollten Sie sich nach einer guten Klinik mit qualifizierten Ärzten umschauen.

Haartransplantation gestern und heute

Noch vor etwa zehn Jahren war die Haarverpflanzung deutlich gefährlicher als heute. Damals wurde die Haarverpflanzung nach der FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation) ausgeführt. Vom Hinterkopf, etwa von einem Ohr zum anderen, wurde ein ungefähr ein Zentimeter breiter, bis zu 20 Zentimeter langer Hautstreifen entnommen. Dieser Hautstreifen wurde in sogenannte Grafts zerlegt, die dann in die dafür vorbereiteten Kanäle eingepflanzt wurden. Dort, wo der Streifen entnommen wurde, entstand eine bleibende Narbe.

Das war mit starken Schmerzen und mit einer langwierigen Wundheilung verbunden. Infektionen an der Entnahmestelle und an den Transplantationsstellen waren zumindest dann möglich, wenn nicht sauber gearbeitet wurde. Heute erfolgt die Haarverpflanzung mit präzisierten Methoden und immer feineren Instrumenten. So sind Infektionen und andere Beschwerden kaum möglich.

Wie erfolgt die Haartransplantation heute?

Heute ist die Haartransplantation ein Routineeingriff. Sie erfolgt in den meisten Fällen nach der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction). Der Kopf wird rasiert. Der Entnahmebereich wird ebenso wie der Transplantationsbereich der Haare örtlich betäubt. Haben Sie Angst vor den Spritzen oder glauben Sie, dass Sie trotz örtlicher Betäubung Schmerzen verspüren? Auch dafür gibt es mittlerweile geeignete Lösungen. So ist eine Haartransplantation nicht gefährlich.

Das Infektionsrisiko ist äußerst gering. Die Haare werden aus dem Entnahmebereich mit einer Hohlnadel ausgestanzt und in einer Nährlösung aufbewahrt. So kann eine hohe Anwuchsrate erzielt werden. Im Transplantationsbereich werden Kanäle zur Aufnahme der entnommenen Haare gestochen. Die entnommenen Haarfollikel werden in Wuchsrichtung in die Kanäle eingesetzt. Zumeist können Sie schon am selben Tag wieder die Klinik verlassen. Sie sollten sich nur etwas Ruhe gönnen. Ob eine Haartransplantation gefährlich ist, hängt auch entscheidend vom Verhalten des Patienten nach der Operation ab.

Moderne Methoden für die Haartransplantation

Die Haartransplantation wird heute immer ungefährlicher, da die Methoden und die Instrumente immer weiter präzisiert werden. Die modernen Methoden sind zumeist Weiterentwicklungen der FUE-Methode. Statt Skalpellen und Hohlnadeln aus Chirurgiestahl oder Titan können Instrumente aus Gold, Saphirklingen für kleinere Schnitte oder diamantbesetzte Klingen für kleine Einstiche und ein deutlich verringertes Infektionsrisiko verwendet werden.

Die Hohlnadeln verfügen teilweise über einen Mikromotor, um dem Arzt die Arbeit zu erleichtern und die Zeit der Operation zu verkürzen. Auch die Entnahme der Haarfollikel mit einem Roboterarm kann erfolgen, damit der Entnahmebereich nicht übererntet wird und der Heilungsprozess schnell erfolgen kann. Die DHI-Methode erfolgt mit einem sogenannten CHOI-Pen. Das Öffnen der Kanäle und das Einsetzen der Haarfollikel erfolgen in einem Arbeitsgang.

Was tun bei Angst vor Spritzen?

Haben Sie Angst vor Spritzen und fürchten Sie die Schmerzen der Einstiche bei der örtlichen Betäubung? Für diesen Fall kann die nadelfreie Injektion in Form der Comfort-In-Behandlung erfolgen. Mit Hochdruck wird das Betäubungsmittel in die Kopfhaut gepresst. Dafür wird lediglich ein kleiner Stift mit einem Kolben verwendet, der an einen Kugelschreiber erinnert. Da die Berührung mit der Kopfhaut nur kurz ist, wird das Infektionsrisiko deutlich verringert.

Die Einstiche sind deutlich kleiner. Daher entstehen keine Einstichwunden. Die Heilung kann schneller erfolgen. Der Patient verspürt keine Schmerzen, sondern nur einen leichten Druck auf der Kopfhaut. Haben Sie dennoch Angst vor der Behandlung, können Sie sich in eine Art Dämmerschlaf versetzen lassen.

Das richtige Verhalten des Patienten nach dem Eingriff

Ob eine Haartransplantation gefährlich ist, hängt entscheidend vom Verhalten des Patienten ab. Die Gefahr besteht vor allem in Blutungen und in Infektionen. Das können Sie vermeiden, indem Sie

  • eine Woche vor und etwa zwei Wochen nach dem Eingriff keinen Alkohol trinken und nicht rauchen
  • in den ersten Nächten nach der Operation auf einem Nackenhörnchen, einer Unterlage und mit erhöhtem Oberkörper schlafen
  • nach der Operation nicht auf der Kopfhaut kratzen
  • in den ersten Tagen pro Tag etwa drei Liter Wasser trinken
  • die Haare mit einem Spezialshampoo waschen
  • in den ersten vier Wochen nach dem Eingriff nicht in die Sauna oder ins Schwimmbad gehen und intensive Sonneneinstrahlung vermeiden.

Sie sollten sich auch über die Klinik informieren. Die Klinik sollte über ein Zertifikat vom TÜV verfügen und auf Haarverpflanzungen spezialisiert sein. Bei der Auswahl der Klinik und des Arztes können Bewertungen im Internet helfen.

Fazit: Heute bestehen kaum Gefahren bei der Haartransplantation

Noch vor einigen Jahren war mitunter eine Haartransplantation gefährlich, wenn sie nach der FUE-Methode erfolgte und Infektionen auftraten. Dieses Risiko wird heute deutlich reduziert, da die Methoden verbessert wurden. Die Haare werden heute mit Hohlnadeln entnommen.

Das Infektionsrisiko wird damit so gering wie möglich gehalten. Auch das Verhalten des Patienten spielt eine Rolle, damit der Eingriff nicht gefährlich ist. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie sich für eine zertifizierte Klinik entscheiden und die Ärzte dort bereits umfangeiche Erfahrungen mit der Haarverpflanzung gesammelt haben.